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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.11.2016 um 14:26 Uhr | 0 Kommentare

Gault Millau 2017 feiert sich selbst und ein bisschen den deutschen Wein!

Herr Payne hat es nicht leicht mit seinem Wälzer. Wenn man das Werk, dass zweifelsfrei seine Berechtigung hat, weil Menschen Punkte lieben durchblättert fällt auf, dass einem nichts auffällt. Alles ist wie immer. Reinhard Löwenstein, hoch geduldet nicht gemocht, Hans-Jörg Rebholz zu Recht gelobt. Schlossgut Diel überbewertet. Und so findet man dies und jenes, das einen nachdenklich stimmt, Bewertungen die man ablehnt und solche denen man zustimmt. Jeder Winzer der da mit macht, also seine Weine einsendet und sich der Bewertung stellt, muss genau damit leben. Und es letztlich hinnehmen, dass er so oder so bewertet wird. Basta.
Das was mich an dem ganzen Unternehmen stört ist, dass eine gewisse Oberflächlichkeit und Arroganz der Autoren und Tester zu spüren ist.  Es sind kleine, aber nicht unwesentliche Dinge aus denen man das ableiten kann.
 
Saale-Unstrut, das fehlende Charisma eines Beitrages im Gault Millau!
Da ich mich an Saale Unstrut am besten auskenne, möchte ich es auch hier festmachen.
Die vorgenommenen Bewertungen sind, wenn man Sie in einen regionalen Kontext betrachtet im weitesten Sinn in Ordnung. Stelle ich die Spitzenweine in ein überregionales Raster, stimmt die Bewertung nicht. Die Top Weine sind unterbewertet.
Dazu kommt, dass mir bestimmte Passagen, allerdings nicht nur im Gault Millau sondern zum Beispiel auch in Paula Boschs Werk, maßlos auf die …. gehen.
Da schwingt so ein mitleidsvoller Ton mit, den hier niemand verdient hat und will. Alles wird als „recht gut“ beschrieben, sie trauen sich sogar an Rieslingen und die Diva Spätburgunder heran, ein Generationswechsel wird beschrieben den es nicht gibt, wie auch? Die meisten Betriebe sind nicht mal 15 Jahre alt. Klar steigen junge Leute mit ein, aber einen Generationswechsel?  Es gibt einen einzigen komplett geglückten Wechsel bei Borns und einem in Anbahnung bei Böhme & Töchter, das war es.
Das dann das Scheitern von Georg Prinz zur Lippe in Kromsdorf unter Quereinsteiger und Zugezogene geführt wird ist absurd.
Völlig daneben ist für mich eine bestimmte Wortwahl, die man so langsam mal überdenken sollte. Zum Beispiel Matthias Hey immer die Rolle des Jungpioniers überzuhelfen. Klaus Böhme wird seit Jahren als Urgestein des Weinbaus an Saale-Unstrut bezeichnet. Und wäre das nicht schon alles schlimm genug werden falsche, Etiketten abgebildet, die es bei Hey seit drei oder vier Jahren und bei Klaus Böhme seit einem Jahr nicht mehr gibt. Dabei kann es gut möglich sein, dass die Winzer versäumt haben etwas zu aktualisieren. Es jedoch bei den Winzern abzuladen ist unseriös. Jeder Verleger hat eine Sorgfallspflicht und wenn bekannt ist, dass sich was geändert hat, dann mus man eben nachfragen. Alles andere ist arrogant. Und wenn man denn über Klaus Böhme, immerhin zwei Trauben, schreibt, dann sollte man erwähnen, dass sich in diesem Betrieb im letzten Jahr einfach fast alles im Erscheinungsbild verändert hat. Der Clou ist dann wirklich die Abbildung eines veralteten Etiketts. Der Aufreger der Saale-Unstrut Bewertungen ist für viele Leser die Herabstufung von  Bernard Pawis. Da kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich jedenfalls hätte eine solche Wertung im Jahr 2014 auch nicht gut gefunden, aber verstanden. Für den Jahrgang 2015 ist sie überholt und falsch. Die Bewertung der Jahrgänge bei B.Pawis durch Herrn Dathan legen den Verdacht nahe, dass einfach mal einer dran war der „mich“  früher mehr beachtete als in den letzten Jahren. Ja auch das spielt eine Rolle in der Bewerterei des Gault Millau. Anders sind auch wohlwollende Bewertungen, wie die über den zweifelsfrei sehr guten Frühburgunder der Winzerei Lüttmer und die Bewertungen der Weine des Thüringer Weingutes Bad Sulza, nicht zu erklären. Zu guter letzt, dass der Autor des Saale-Unstrut-Beitrages im Gault Millau den Weißburgunder als spannendste Rebe bezeichnet, schreibe ich seine Jugend und offensichtlichen Unerfahrenheit zu gute. Zudem sind Rieslinge nicht jedermanns Sache. Eine Einladung zum Zweigelt und Spätburgunder Tasting am 28/29. Januar 2017 habe ich ihm geschickt. Am besten, er bringt seien Chef gleich mit.   

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Gault Millau, Matthias Dathan

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