top
Autor: Stevie Huppenbauer | 08.02.2018 um 17:17 Uhr | 0 Kommentare

Wechsel in Kloster Pforta

Der Bauer geht, der Önologe kommt…
Nun ist es wohl vollbracht, das Landesweingut Kloster Pforta hat einen neuen Chef und geht mit großen Schritten in eine hoffentlich bessere Zukunft. Das es ein bisschen gedauert hat mit der Zukunft, lag wohl auch an der ein oder anderen Männerfreundschaft im dichten Gewirr unseres „Regionalberlusconi“.  
Das S.B. (gemeint ist nicht Silvio Berlusconi) gescheitert ist mit seinen fein(d)sinnigen Plänen, war wohl, neben amtlich bekanntgemachten Urlaub, auch ein Grund für sein Fehlen bei der Übergabe an Probst. Und ehrlich, niemand hat ihn vermisst, so der Tenor einiger Teilnehmer.
Dem gehenden Geschäftsführer gereicht zur Ehre, sich am Ende aus der „Causa B“ gelöst zu haben und den Weg zurück in die Zukunft des Landesweingutes, zumindest nicht behindert zu haben. Ich persönlich glaube, dass mit Björn Probst die eigentliche Weiterführung des von Christian Kloss begonnenen Umbaus wieder einsetzt. Schade, dass soviel Zeit verschwendet und im Stillstand verbracht wurde. Warum das so war, werden wir wohl nie erfahren. Im Grunde interessiert es mich auch nicht. Wichtig ist, dass die Verbannung der Öffentlichkeit ein Ende hat. Man sagt wieder was man vor hat. Dass Misstrauen zum Landesweingut im Kreis der Winzer anzutreffen ist, ist nachvollziehbar. Kloster Pforta muss nun liefern.
Niemand hätte sich einen solchen Zirkus (vor Kloss und nach ihm) leisten können, ohne zu sterben. Kloster Pforta muss zunächst Vertrauen zurück gewinnen, das geht nur durch die Politik. Man hat in den letzten Jahren das große Glück, dass an entscheidenden Stellen des Weingutes fitte Leute arbeiteten. Das war, wenn man so will, dass Vermächtnis von Kloss. Das sind unter anderem der Kellemeister Christoph Lindner und die „Weinbergcheffin“ Franziska Zobel. 
Ich möchte nicht wissen, wie das Weingut dastehen würde, wären gerade diese Stellen von Pfeifen besetzt gewesen.
Wenn es Björn Probst gelingt, diese nicht unkomplizierte Gemengelage, mit seinen Vorstellungen von Wein machen zu entknoten, vor allem das Personal dahin zu führen, das zu verstehen, dann wird dieses Weingut in spätestens fünf Jahren uns allen, auch den heute noch Zweifelnden zur Ehre gereichen. Das es einen Neubau geben wird ist eigentlich zweitrangig.
Dies ist eine politische, finanzielle, organisatorische und technische Frage und damit nachgeordneter Natur für den Boss. Ob das die Politik und damit die Eigentümer auch so sehen, ist nicht überliefert. Vermutlich nicht.  Aber eines wissen die Jungs in Magdeburg auch: Stimmt es in den Köpfen nicht, hilft auch kein Neubau, wie schön auch immer. Mit einem Neubau wird andererseits alles deutlich einfacher, auch und gerade für die Ausrichtung der Köpfe. Ein Spagat, der zu lösen ist und an dem Björn Probst in fünf Jahren gemessen wird. Mache es gut Herr Probst!

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Berlusconi, Björn Probst, Kloster Pforta

Kommentare

neuen Beitrag verfassen:

Name:*
Beitrag:*
Schreiben Sie die obenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in folgendes Feld.*
Alle mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder!