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Rainer Albert Huppenbauer, 12.06.2025 um 14:51 Uhr
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KI IST DUMM

Wer genau dieses Monster erdacht hat ist wohl nicht bekannt. Da es viele KI`s gibt, müssen es wohl Mehrere gewesen sein. Die Idee ist nicht schlecht, der eigentliche Zweck schon. Spannend wird es erst, wenn die erdachte Intelligenz ernst macht. Oder wenn die KI`s Kriege gegeneinander führen. Na dann gute Nacht Freunde, kein Strom in Blankenburg im Harz – ist mir jetzt gerade so eingefallen, ist nur eine Möglichkeit. Welche unsägliche Spinnerei herauskommt, erlebe ich gerade bei der KI Beurteilung unserer Saale – Unstrut – Vinothek. Da ist die Rede von 150 Plätzen, Knödeln, Senfbehältern die in der Sauce schwimmen, überforderten Personal - damit könne die nur mich meinen…hi, hi. Das wäre ja auch alles kein Problem, aber es gibt Menschen, die diesen Mist glauben. Ich warte also auf den Tag, wenn mich der Erste nach Knödeln fragt. Zustande kommt das, weil mit den Suchbegriffen (Saale, Unstrut, Vinothek, Naumburg, Wein ....) das Netz durchforstet wird. Ein bisschen erinnert mich das an Geheimdienste, die wissen auch nur dass was ihnen erzält wird und briefen damit die Politik. Einige der darausfolgenden Entscheidungen  sind hin und wieder fatal. 
Nun könnte man eigentlich damit leben. Aber wir sind am Beginn und niemand kann sagen wo es hinführt. Wissen Sie es ? Dann rufen Sie mich an, oder schicken Sie mir eine Mail . Für die beste Antwort spendiere ich ein Flasche Weißburgunder GG von Böhme und Töchter. 

KI ist noch viel dümmer als ich dachte, Teil 2
Vermutlich hat die KI von Meta (Besitzer Trump Fan Zuckerberg) den ersten Teil gelesen. Plötzlich keine Ködel mehr, dafür viel zu wenig Sitzplätzen, viel zu klein ( ich sollte anbauen) und die Öffnungszeiten sind auch schlecht. Der Service, also ich, immer noch verbesserungswürdig, die Preise sind zu hoch. Unter dem "hilfreichen Text" dann die Erleuchtung, das muss nicht stimmen, aber es könnte sein, wir (KI) lernen noch.
Ich informiere wie es wietergeht.  

KI artikuliert nur noch Allgemeinplätze, Teil 3
Eigentlich wunderbar, die KI beschreibt nun nur noch den Allgemeinzustand im Weingebiet. Alle sind freundlich, es gibt in Vinotheken und Weingütern Weinproben die man buchen kann, die besten Weine sind...., die Vinotheken liegen in malerischen Landschaften, die Saale Unstrut Region bietet nicht nur Weine .... etc. Der Text von vor einer Woche wurde von der KI in die Tonne gekloppt. Es geht jetzt in keiner Zeile mehr um meine Vinothek, sondern um alle. Mithin die KI schreibt das, was man eigentlich überall nachlesen kann. Die Quellen werden von der KI ebenfalls angegeben, so der Internethändler WIRWINZER, Hawesko, Tripadvisor, Schloss Zingst, auch Saale-Unstrut Tourismus, die Süddeutsche Zeitung von 2020, um nur ein paar zu nennen. Es stellt sich also nun die Frage, was weiß KI, was wir nicht wissen. Ich denke mal nichts.
Na dann: "Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen. Was ich noch zu sagen hätte dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehen." Ist von Reinhard Mey.      

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Rainer Albert Huppenbauer, 17.03.2025 um 16:21 Uhr
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Das "Theaterwunder" von Naumburg

Man kennt es aller Orten, Theaterdinner mit Egon, Benny und Kjeld oder auch mal Herricht und Preil.  Falls Sie am Rhein, in Hamburg, München oder dem Ruhrpott wohnen, sagen Ihnen die Namen vermutlich nichts. Aber fragen Sie mal jemand von der Elbe, der Saale oder an der Ost - Ostseeküste, die wissen damit Bescheid. Außer vielleicht Frau Göhring – Eckard, die kann sich bestimmt nicht erinnern wer damit gemeint ist. Ist aber auch egal und nur so daher gesagt, weil ich kein besseres Beispiel hatte. Tief verwurzelt im Bewusstsein einer ganzen Generation von heute 60 bis 80-Jährigen sind diese Namen aber dennoch in einem Landstrich, den man kurzerhand mal als Ostzone oder neudeutsch als „Ossi Land“ bezeichnete / bezeichnet. Auf alle Fälle haben diese fünf Namen, so mit Beginn der Neuzeit in Ossi Land dafür gesorgt, dass einfallslose Gastronomen versuchten, wegen der schwächelnden Qualität auf den Tellern mit derlei Humor, die oben genannte Generation in die Restaurants zu locken. Das Essen wurde zwar nicht besser, aber das war den meisten egal. Mein Lieblingsbeispiel für derlei Genuss fand in Freyburg an der Unstrut statt. Drei der angesehensten Winzer der Region, gaben die Olsenbande. Das Drehbuch schrieb ein Sizilianer, die Gäste kamen reichlich. Ich war eingeladen, ging aber aus Scham nicht hin.
Und wenn Sie jetzt denken, dass wir mit dem Theatermenü ähnliches vorhaben, dann unterliegen Sie einem gewaltigen Irrtum. Zuerst einmal der Name, es ist ein Dinner heißt aber Menü, da ich nicht möchte, dass da irgendwer erscheint, dem völlig egal ist, was es zu Essen gibt.
Der Intendant des Theaters Herr Neugebauer würde derlei Ansätze auch nicht dulden. Erstens isst er gern und zweitens kennt er die Olsenbande nicht. Also haben wir uns überlegt, dass die Menschen, die sich aus dem "Schutz" der Naumburger Stadtmauer in das Bahnhofsviertel begeben, etwas sehr Gutes verdient haben. So entstand die Idee, ein Menü zu kreieren, das dem geneigten Theatergänger zur Ehre und zum Genuss gereicht. Es findet vor fast jeder Vorstellung in der Zeit von 17.00 Uhr bis zum Beginn des jeweiligen Stückes statt. Die Qualität des Menüs richtet sich ausschließlich am Anspruch des Theaters und aller entscheidenden Personen aus. Mithin, große Kunst auf der Bühne erfordert gleiches auf dem Teller. Es muss passen. Und da die Stadt und die Leitung des Theaters für uns ausgezeichnete Bedingungen geschaffen haben, geben meine Frau und ich es zurück. Nicht nur in der Qualität, sondern auch im Preis. Sie werden es lieben. Und nun frage ich Sie noch, wie viele Theater Sie kennen, in denen vor und nach dem kulturellen Erlebnis, eine ebenfalls auf hohem Niveau gastronomische Begleitung geboten wird?
Ein Aspekt möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Es ist der Zeitpunkt, in dem das geschieht. Ich muss es so deutlich sagen, man schlägt die Zeitung auf oder hört die Nachrichten und möchte kotzen. Und genau in dieser Zeit, wo alles, was um uns herum passiert, nicht dazu angetan scheint, die Welt schön zu finden, eröffnet in einer Stadt mit ca. 35 tausend Einwohnern ein neues Theater. Machen Sie sich dies bewusst und ich glaube fest daran, dass so ein kleines Pflänzchen ein großes Zeichen von Hoffnung in sich trägt. Der Ausganspunkt für diese Pflänzchen ist in zwei Dingen zu finden. Erstens in der Liebe eines Menschen, dessen Namen wir nicht kennen, zu seiner Stadt. Und zweitens, die Entscheidung der Stadt und des Landes, diese Spende anzunehmen und den neuen Weg zu gehen.
Wir, meine Frau und ich, sind sehr glücklich, an diesem neuen Kapitel des Theaters mit unseren Möglichkeiten teil zu haben. Neben der kulinarischen Begleitung des Theaterspielplanes bringen wir uns mit dem ein, was wir am besten können: Menschen für Weine, Kulinarik,  großartige Winzerpersönlichkeiten und natürlich Theater zu begeistern. All dies wird in verschiedenen Formaten zelebriert, die wir mit dem Theater gemeinsam entwickeln. Wir freuen uns auf Sie. Und sollten Sie in Jena, Weimar, Halle, Leipzig oder eben am Rhein wohnen, es lohnt sich der Weg in diese wunderbare Stadt, die ab 25.04.2025, wie man vom Intendanten des Theaters Stefan Neugebauer im MDR hören konnte, um ein Wunder reicher wird. Dieses Wunder ist ein Zeichen für Frieden, Liebe und Optimismus.       

lona und Rainer Albert Huppenbauer

Rainer Albert Huppenbauer, 01.02.2025 um 16:12 Uhr
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Trockner Januar, obwohl es ständig regnet!

Also der Regen ist gut für die Natur, der trockne Januar gut für die Gesundheit. Letzteres mache ich jetzt seit zwanzig Jahren, diszipliniert, mit der einen oder anderen Belobigung, und zwar mindestens vom ersten Januar bis Mitte März. Der Grund: Ich lerne Schmecken wieder neu. Es ist unglaublich was passiert, wenn man drei Wochen nichts getrunken hat und sich dann, so will es mein Brauch, zur Belobigung eine gute Flasche Wein gönnt. Um ehrlich zu sein, nur eine halbe Flasche, da meine Frau auch mit macht. Dann wieder drei Wochen gar nichts, außer Mineralwasser und abends Kamillentee. Nach meistens neun bis zehn Wochen ist die Nummer durch und ich bin ein innerlich reiner Weinhändler. Der Gamma GT Wert der Leber ist wie bei einem Kind, ich schlafe ruhiger und tiefer, mithin erholsamer. Aber das Beste an dem Spiel ist die Regenerierung der Geschmacksnerven auf der Zunge und am Gaumen. Man hält es nicht für möglich was mit einem passiert, wenn man dann den ersten Schluck trinkt. Ich glaube jedes Mal mir platzt der Kopf und verfalle fast in Panik. Was man spürt ist die Kraft eines Getränks, das der Menschheit jede Menge feinsinnige Dinge beschert hat. Von Mozart bis van Gogh, von Hemingway bis Rachmaninow, den Beatles und Bach: die Aufzählung ist beliebig fortsetzbar. Der Göttertrank, der wie man weiß von Goethe besonders geschätzt wurde, beflügelt den Geist. Ich glaube daran, dass viele große Dinge ohne den Rausch nicht entstanden wären. Wenn Sie mal wieder wissen wollen ob Sie noch am Leben sind, trinken Sie zwei Monaten keinen Alkohol und machen Sie den Test. Und es ist völlig Wurst ob das im Januar, in der christlich Fastenzeit vor Ostern oder ab 3. August mit dem Ziel, Tag der deutschen Einheit passiert. Da sind wir wieder beim trocknen Januar, obwohl es ständig regnet. Mithin, machen Sie es nicht zur Pflicht. Ich höre förmlich den Aufschrei der Latte Macchiato Fraktion: "Was Du trinkst im Januar Alkohol! Oh mein Gott." Hören Sie einfach nicht hin. In zehn Jahren gibt es was anderes.
Na dann Prost und zwar auf die Gesundheit. 

Rainer Albert Huppenbauer, 17.11.2024 um 17:18 Uhr
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Auch Weinführer sind nur Menschen

Er ist noch gar nicht erschienen, aber die Diskussionen um so manche Bewertung im neuen VINUM Weinguide, schlagen schon hohe Wellen. Alles was ich bisher selbst gelesen und gesehen habe rechtfertigt, zumindest an Saale Unstrut die Aufregung. Wenn also ein Weingut, das zweifelsfrei sehr große Verdienste für die Ausstrahlung von Saale-Unstrut-Wein erworben hat, so derartig herausgehoben wird, dann stimmt etwas nicht. Der Grund ist einfach und liegt in seiner Begründung durch den Verlag selbst: Eine tolle Familie. Das reicht eben nicht, um dem Anspruch eines der besten Weingüter der Republik zu sein, gerecht zu werden. Beginnt ein Weingut dann noch damit, mit 80 Prozent seiner gekelterten Weine sich dem Massengeschmack anzupassen, wird der Anspuch nicht erfüllt. Nun ist Massengeschmack mal ein breites und streitbares Thema, aber ausgewogen trocken, mithin süß - fruchtig, duftig, günstig - vor allem bei den Großen Gewächsen des VDP, nährt den Verdacht,  auf die Zielgruppe Masse. Und Gott bewahre, ist das auch kein Problem, es ist und bleibt die Sache des Winzers. Aber dieses Werk - Vinum Weinguide - ist auch vergleichend und da hört dann der Spaß auf. Ich habe nichts gegen Massenvergnügen und weisse Nächte, aber wenn der leise Verdacht entsteht bevorteilt zu werden, dann wird es eben komisch Herr Nitzsche und es stellt so einiges in Frage. Noch einmal deutlich, der Winzer um den es geht, macht tadellose Weine, das machen gefühlt aber auch zehntausend andere Winzer in Deutschland und haben ein oder zwei Sterne. Die Bewertung eines harmonischen Familienlebens, und so versteht man den textlichen Teil über den Winzer, rechtfertigen keine 4 Sterne. Und es ist komplett ohne Belang, wie lange der Winzer schon Wein macht. Die "Goldene Henne" oder ein "Bamby" sind für derlei Leistungen deutlich besser geeignet.    
Rainer Albert Huppenbauer, 10.06.2024 um 15:53 Uhr
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Väterchen Frost Teil 2

Das Gute zuerst. 99 Prozent des Rebbestandes haben den Frost im April überlebt. Somit hat der Frost nur den aktuellen Jahrgang betroffen. Die Winzer rechnen derzeit mit ca. 60 – 70 Prozent Ernteausfall. Mithin, es wird Wein aus dem 2024er Jahrgang geben, allerdings nicht sehr viel. Ökonomisch wird sich das für die Winzer wohl erst im Jahr 2026 bemerkbar machen. Da zum Glück die beiden Jahrgänge 2022/23 gute Erträge und Qualitäten bescherten,  kann man eine gewisse Zeit überbrücken. Da aber niemand weiß was der nächste Jahrgang in petto hat, ist Vorsicht geboten. Aber so ist nun mal das Spiel, unsere Abhängigkeit von der Natur wird bei derlei Ereignissen doch recht deutlich. Auf Grund der geringen Mengen wird sich der Schwerpunkt der Winzer mit denen ich arbeite, auf qualitativ hochwertige Weine konzentrieren. Ich halte den Zukauf im Gutsweinsegment daher für eine gute Alternative, da sie den Winzern ermöglicht, die ökonomischen Einbußen etwas zu relativieren. Da es diesmal flächendeckend alle betrifft, und nicht wie 2020/21 nur einige, wird sich das Geschrei der zugewanderten Weinnomaden aus der Pfalz und aus Württemberg wohl in Grenzen halten. Siehe Beitrag aus 2021. (Link zum Artikel)

In letzter Zeit erhalte ich immer wieder Anfragen, warum ich so wenig schreibe. Ich gelobe hiermit Besserung, und werde mich wieder wöchentlich bis 14 tägig zu Wort melden.