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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.07.2016 um 12:10 Uhr | 0 Kommentare

Cléo und die Liebe – Sommer im Weingut Hey!

Mit Cléo kommt der Sommer. Na jedenfalls könnte man das denken. Nach dem grandiosen Konzert im Vorjahr an gleicher Stelle, ließ es die Band wieder leise krachen. Vier Jungs begleiten ein Mädchen in den Weinberg des Naumburger Steinmeisters, packen ihre Instrumente aus, verbreiten gute Laune und gehen wieder. Es war sehr kurzweilig. Und es war sehr schön. Alles passte, die Weine sowieso, die Zuhörer taten das, was sie nicht immer machen, sie hörten aufmerksam zu. Die Ausstrahlung von Sängerin Katrin Kaspar und ihre Interpretation der Songs, ließ einfach nichts anderes zu. Zuhören war angesagt.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Band eine Neubesetzung, die mir großen Spaß bereitete.  Ganz hinten, ein virtuoser Trommler, der ein bisschen von diesem Drive hat wie einst Alphonse Mouzon. Passte perfekt. Er kennt auch seine Verantwortung als Drummer. Ich habe schon Bands erlebt, die wechselten den Schlagzeuger und sind zerbrochen, manchmal mitten im Konzert. Nun gut der Theorie, Danke für den Abend auch an Familie Hey, „Manager“ Alexander Schau und Lorri. Bang Bang.

Abendstimmung im Steinmeister

Ein Lied

Wie in alten Zeiten

Muss dieses Lied schön sein


Text und Fotos Rainer Albert Huppenbauer, 10.07.2016
Tags: Cléo, Weingut Hey, Summer Sun
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 05.07.2016 um 20:38 Uhr | 0 Kommentare

Restaurantkritik Gasthaus und Hotel zur Henne in Naumburg

Ich hatte Hunger. Es war Dienstag der 05.07.2016, und dieses Gefühl der Leere im Magen trieb mich in die Hände eines Gastronomen, von dem ich eigentlich erwartet hatte, dass er weiß was er tut. Vermutlich weiß er das auch, aber der Abend endete ohne Happy End.
Die Moral von der Geschichte: Geh niemals hungrig in ein Wirtshaus was du nicht kennst. Fahr zehn Kilometer weiter und du kriegst was Gutes. Aber von vorn und kurz und bündig. Sehr schönes Ambiente, lauer Sommerabend, wirklich bemühtes Personal. Und schon ist Schluss mit lustig. Da ich immer ohne Vorurteile in eine Gaststätte gehe, fangen alle bei null an.  Der erste Blick in die Karte gilt immer den Weinen. Gepriesen und über den grünen Klee gelobt wurden Weine des Weingutes Herzer. Eigentlich ein Grund zu gehen, weil dieses Weingut seit einiger Zeit nicht mehr hält was es verspricht. Dann ging es weiter, zunächst alle Weine ohne Jahrgangsangaben, so dass man sich genötigt fühlt, auch ob der verlangten Preise ein Bier zu trinken. Da ich ungefähr weiß was der Gastronom bei den Winzern bezahlt, auch ich kaufe da ein, kann ich die geforderten Preise nicht nachvollziehen. Und wenn es dann schon so ist, dann sollte wenigstens die Weinkarte keine Fehler enthalten. Der Winzerhof Gussek wird mit „ck“ geschrieben und als Weinhof bezeichnet. Es stehen Weine in der Karte, die es schon Jahre lang nicht mehr gibt: Riesling Kabinett vom Weingut Pawis zum Beispiel. Diese Karte wird seit Jahren, ohne auch nur einmal überarbeitet zu werden, den Gästen vorgelegt. Für mich heißt das, die Gäste sind dem Inhaber egal. Über die Schreibweise des einen oder anderen internationalen Weines möchte ich mich nicht äußern. Zum Essen: Bestellt wurde ein „Feines Pfifferling Rahmsüppchen mit Kartoffel“  für 6,50 Euro. Gekommen ist eine Kartoffelsuppe mit ganzen und vor allem labbrigen Pilzen.
Zum Hauptgang einmal ein Omelett mit Pfifferlingen für 13,90 Euro und da ich gern gebackenen Leberkäse esse, und so bei mir dachte, da kann der Koch nicht so viel falsch machen, bestellte ich das.
Zum Omelett muss ich sagen es war eine Zumutung. Die Zutaten kamen aus dem Tetrapack (Rührei), die Pilze waren unzerkleinert, ohne jeglichen Pfiff lieblos beigegeben. Der angefügte Gurkensalat, da sollte man dem Koch mal sagen, das man eine Gurkenscheibe auch dünn schneiden kann. Mein Leberkäse war nicht aus dem Ofen sondern aus der Bratpfanne. Jeder der so was schon mal gemacht kennt das Resultat. Und zu Leberkäse gehört ein süßer Senf, wenn man denn schon so etwas anbietet, sollte man es auch richtig machen.
Das Bier war gut. Eine kleine Beobachtung habe ich noch gemacht. Naumburg ist eine Weinstadt. Das Lokal war gut besucht, gegen 19.00 Uhr etwa 30 Gäste. Davon tranken drei Wein. Eine Dame bekam in einem HO Ballonglas vom Rummel den Rotwein serviert, dazu fällt mir  im Jahre 2016 nichts mehr ein.  

Rainer Albert Huppenbauer
Tags: Restaurant zur Henne
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 02.07.2016 um 13:24 Uhr | 0 Kommentare

Österreich macht den Wein international weiter wettbewerbsfähig!

Das österreichische Weingesetz von 2009 wurde überarbeitet und der ohnehin bestehende Wettbewerbsvorsprung gegenüber Deutschland deutlich vergrößert. Das wird bereits in kurzer Zeit Auswirkungen auch auf den deutschen Weinexport haben.In gebotener Kürze die wichtigsten Neuerungen aus einer Pressemitteilung der Österreich Weinmarketing GmbH, die mir die Weinjournalistin Heidi Diehl (Neues Deutschland, Yoopress, Weinfeder etc.) zur Verfügung gestellt hat.
Hier der Auszug aus der Pressemitteilung:
„Änderungen von Herkunftsangaben in Burgenland und Steiermark.
Große Schritte gelangen bei der besseren Abgrenzung von Weinherkünften. Zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten wurden die burgenländischen Weinbaugebiete Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland und Südburgenland abgeschafft. Künftig sollen alle Qualitätsweine des Burgenlandes das generische Weinbaugebiet „Burgenland“ auf dem Etikett aufweisen. Ausschließlich die gebietstypischen DAC-Weine dürfen darüber hinaus die Bezeichnung des jeweiligen spezifischen Weinbaugebiets tragen, also Neusiedlersee DAC, Leithaberg DAC, Mittelburgenland DAC oder Eisenberg DAC. Parallel dazu soll die Großlage „Südburgenland“ geschaffen werden, die die beiden bisherigen Großlagen „Pinkatal“ und „Geschriebenstein“ ersetzen soll. Im hügeligen Südosten Österreichs wurde das Weinbaugebiet „Süd-Oststeiermark“ im Rahmen der Novelle in „Vulkanland Steiermark“ umbenannt und somit begrifflich stärker geschärft.
Rückenwind für Rieden
Auch die Riedenabgrenzung, die aktuell in allen Weinbauregionen voll im Gang ist, erfuhr durch die Gesetzesnovelle neuen Schwung. Es wurde festgelegt, dass bei Weinen mit Lagenbezeichnung das Wort „Ried“ vor dem Namen der Lage auf dem Etikett stehen muss. Wenn künftig auf einem österreichischen Wein das Wort „Ried“ vor einer geografischen (topografischen) Bezeichnung steht, handelt es sich dabei um einen Wein aus einer gesetzlich definierten Einzellage. Damit sind Weine aus Einzellagen für den Konsumenten auf einen Blick von Markenweinen bzw. Weinen mit Pseudo-Herkunftsangaben unterscheidbar.
Das wachsende Bewusstsein für die Wichtigkeit klarer Herkunftssysteme fand auch in den Gebieten Kamptal, Kremstal und Traisental seinen Niederschlag: Die DAC-Weine dieser Gebiete wurden per Verordnung in ein richtungweisendes dreistufiges System „Gebietswein-Ortswein-Riedenwein“ eingegliedert, wobei bei der Einreihung der Weine in dieses System jeweils ein bestimmter Mindestalkoholgehalt einzuhalten ist.

Ausbruch exklusiv aus Rust
Spezielles Augenmerk galt zudem den österreichischen Prädikatsweinen, und hier im Besonderen dem Ausbruch. Mit Inkrafttreten der Gesetzesänderungen wurde der Begriff „Ausbruch“ als Trockenbeerenauslese definiert und im Sinne einer geschützten Herkunft exklusiv für den „Ruster Ausbruch“, also für Trockenbeerenauslesen aus der Freistadt Rust, reserviert. Andere Weine dürfen nicht mehr mit dem Begriff „Ausbruch“ bezeichnet werden.

Österreichischer Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung
In einem mehrjährigen Diskussionsprozess hat das österreichische Sektkomitee gemeinsam mit dem Ausschuss der selbst versektenden Winzer in Zusammenarbeit mit den Experten des Weinbauverbandes, der Bundeswirtschaftskammer, der ÖWM und des Landwirtschaftsministeriums ein neues Reglement zur Höherpositionierung von österreichischem Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Sekt g.U.) erarbeitet. Darauf aufbauend wurde in der Gesetzesnovelle nun bestimmt, dass der Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in einer noch zu besiegelnden Verordnung alle Details zu Sekt g.U. festlegen kann.
Diese Ministerverordnung wird u. a. vorsehen, dass österreichischer Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung ausschließlich mit den Begriffen „Klassik“, Reserve“ oder „Große Reserve“ in Verkehr gebracht werden darf. Dabei hat sich die Verkehrsbezeichnung aus der Kategorie (Qualitätsschaumwein oder Sekt), dem Namen der geschützten Ursprungsbezeichnung (nur Bundesland bei Klassik und Reserve, Bundesland und Gemeinde/-teil sowie ggf. Großlage oder Riede bei Großer Reserve) und aus den Begriffen „geschützte Ursprungsbezeichnung“ oder „g.U.“ zusammenzusetzen. Darüber hinaus wird  die Verordnung bzw. ihre Durchführungsbestimmungen auch Bedingungen zu Vinifikation, Lagerungszeit auf der Hefe sowie Alkohol- und Restzuckergehalt für die einzelnen Stufen festsetzen.

Österreichs Wein ist auf Schiene
Stillstand ist Rückschritt – nach diesem Motto arbeiten alle Verantwortlichen aktuell mit viel Engagement und positiver Energie daran, das einzigartige Profil des österreichischen Weins zu schärfen und damit seine Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des österreichischen Weins sind jedenfalls gestellt –  man darf gespannt sein, wohin die Reise in den nächsten Jahren führt.“
Soweit die Meldung.
Wenn schon nicht im Fußball, dann wenigstens beim Wein sind die österreichischen Erzeuger damit mehr als nur eine Nasenlänge vor Deutschland. Und wenn man bedenkt, dass es im Grunde nur darum geht, den Konsumenten beim Weinkauf Sicherheit zu geben, dann nötigt mir diese Entscheidung jede Menge Respekt ab. Deutschland und seine Anbaugebiete sind von solchen Veränderungen Lichtjahre entfernt, weil die Lobbyisten zum größten Teil alte Männer sind, die Veränderungen scheuen wie die Pest. An Saale-Unstrut wäre einiges möglich in dieser Beziehung. Aber hier ist es wohl ein biologisches Problem. Vorher wird niemand auch nur einen Schritt wagen, um das Großlagendesaster oder die geografische Verlagerung von Werder an der Havel, Weimar  an der Ilm und den Harz an Saale-Unstrut zu verändern. Und wenn dann schon die Geographie missbraucht wird, wie soll es da gelingen, dass die Nutzung der geographischen Bezeichnung „Saale-Unstrut“ auf den Weinetiketten an einheitliche Standards der Erzeugung und der Qualität der Weine gebunden wird? Für einen Schweden, Schweizer oder den wo auch immer herstammenden Weinfreund, wird es ein ewiges Rätsel bleiben. "Lassen wir ihn dumm sterben", wird sich mancher veränderungsunwillige Politiker und Weinbaufunktionär sagen. Wen interessieren schon die Schweizer? Das Problem ist nur, dass die meisten Exemplare dieser herrschenden Gattung ihr eigenes Konstrukt nicht verstehen, geschweige denn beherrschen. So gesehen wäre es besser, wenn die selbsternannten Bewahrer des Stillstandes möglichst bald in Bronze  gegossen oder Stein gemeißelt werden. Ihnen zu Ehren, uns  Konsumenten zum Nutzen. Sie müssten allerdings das Feld räumen, denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Da war doch mal was.

Rainer Albert Huppenbauer
 
    
 
 
Tags: Saale-Unstrut-Wein, Österreichische Weine, Weingesetze
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 24.06.2016 um 23:32 Uhr | 0 Kommentare

Der Wein und die EU

Ja die Britten haben die Nase voll, wenn auch nur knapp die Hälfte, aber immerhin.
Für den britischen Wein hat das keine Auswirkungen, weil es ja im Prinzip keinen gibt. Für die europäischen Weinerzeuger schon, aber im Grunde, wird sich das alles irgendwie einpegeln. Die Britten trinken viel Wein und von daher wird der Weinversand irgendwann ein bisschen schwieriger, ich denke es wird nicht ganz so krass wie in die Staaten, da die Britten keinen Binnenmarkt schützen müssen. Aber einfacher wird es auf keinen Fall, da würde nur die komplette Auflösung der EU Strukturen etwas bringen. Vor allem dann,  wenn jeder einzelne Staat die Hoheit über seine Weinerzeugung zurück erlangt. Dann kann sich an Saale-Unstrut zum Beispiel niemand mehr dahinter verstecken, dass das alles in der EU festgelegt ist. Dieser kastrierte Blödsinn aus dem einen oder anderen Mund  zeugt doch nur von Unkenntnis und planloser Faulheit, etwas verändern zu wollen.
In einer Broschüre der Gebietsweinwerbung habe ich neulich gelesen, dass der Freyburger Schweigenberg ein großartiges und vor allem einmaliges  Zeugnis  deutscher Weinkultur darstellt. Wenn dem so ist, dann stellt sich die Frage, warum ein so einmaliges Wein-Kultur-Denkmal nicht auch so heißen darf. Als Einzellage gibt es dieses Denkmal nämlich nicht, da heißt es Freyburger Edelacker. "Ändern könne  man das nicht, weil die Lagen ja schließlich bei der EU so eingetragen sind". Was ist das bloß für eine verdammte bürokratische Sch…. Aus weintechnischer Sicht  wäre die Auflösung der EU ein Segen. Und im Grunde trifft das für alle Wirtschaftszweige zu. Wozu benötigen wir ein EU Parlament in dem ausgediente Politiker und Wirtschaftsfunktionäre sich das Hinterteil  vergolden? Regeln aus der Zeit des kalten Krieges werden angewendet nur damit alles so bleibt wie es ist. Und für Ahnungslosigkeit, Faulheit und Machtgeilheit im Jahr rund 300.000,00 Euro zu kassieren, ohne Verantwortung zu tragen, ist schon eine krasse Leistung. Völlig klar, dass all die, die da abkassieren an der EU in ihrer Gänze nicht rütteln wollen, inklusive Herr Henkel und Frau von Storck. Aber, und das ist die gute Nachricht, es wird sich nicht aufhalten lassen. Na und, dann zeigen wir eben an den Grenzen unsere Pässe, oder auch nicht, den das Schengener Abkommen zwischen den EU Ländern kann doch einfach bestehen bleiben. Und Importzölle lassen wir auch einfach weg und schon ist alles wie immer  nur ohne die bürokratische Übereinkunft für Dauerfaule, die sich in einem Parlament das Gesäß breit sitzen. Wenn sie überhupt erscheinen. 
Um wieder auf den Wein zurück zu kommen, es ist gar nicht auszudenken, wie viele neue Ideen entstehen können und darüber bestimmen die , die es zu verantworten haben. Natürlich muss es kontrolliert werden, aber eben vor Ort und nicht in Brüssel.
Die Auswirkungen sind fast nicht zu ertragen, Qualität als Maß der Dinge. Die Flächen werden kleiner und effizienter, der Profiteur ist der Konsument. Der EU-Parlamentarier, den gibt es dann nicht mehr. Schöne Utopie? Ich hoffe nicht. Es lebe der Brexit. Das größte historische Ereignis seit dem Prager Frühling, der einzig wirklichen Revolution in den  letzten 150 Jahren. Sorry Leipzig, wir waren nur die Vollstrecker der Ideen von Prag. Blasen wir der EU das Licht aus und feiern wir unser Europa ohne Grenzen vom Atlantik bis zum Ural, von Irland bis zum Bosporus. Dem Wein wird es gefallen und mir auch. Es lebe Europa.

Rainer Albert Huppenbauer 

Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 23.06.2016 um 14:13 Uhr | 0 Kommentare

Der Plan des Christoph Lindner

Christoph Lindner kam im komplizierten Jahr 2010 in das Landesweingut nach Kloster Pforta. Mit grundsolider Ausbildung als Winzer  und abgeschlossenem Studium in der Tasche, landete er im gebeutelsten Weinkeller der Region. Ein Hochwasser hinter und das nächste vor sich, begann er als Kellermeister seinen Plan zu verwirklichen. Nach und nach sammelte er die Erfahrungen ein und führte einige seiner Weine an die Spitze der regionalen Weine. Dieser Prozess ist nicht abgeschlossen, er weiß was er will, er definiert sich ein Ziel, das er verantwortungsbewusst verfolgt. Mit Ausnahme der Hochwassergefahr besteht im Moment kein Grund zur Besorgnis. Der Keller ist Dank der Eigentumsverhältnisse, der wohl am besten ausgestattete Keller an Saale-Unstrut. Barrique aus besten französischen Hölzern aus dem Limousin und, damit das Geld im Land bleibt, die großen Fässer von einheimischen regionalen Erzeugern wie Familie Romberg.

Die Weine bekommen die Zeit und Ruhe die sie benötigen, vom 2015er Jahrgang sind bislang nur die Gutsweine gefüllt. Ich möchte nun nicht zu viel ausplaudern, aber bei den vorgenommenen Fassproben waren schon einige Knaller dabei. Der Weißburgunder Barrique, schon sehr schön rund und dem Jahrgang geschuldet, feingliedriger und eleganter als sein Vorgänger. Auch auf den Grauburgunder darf man sich freuen. Die beiden Rieslinge haben sich noch nicht komplett entschieden wo es hingeht, aber auch hier ein schöner Schritt nach vorn. Da ich in meinem neuen Buch ein Porträt von Christoph Linder schreiben werde, möchte ich hier den Beitrag mit dem Wunsch schließen, dass die politischen Veränderungen im zuständigen Ministerium nicht da weiter machen, wo die Vorgänger schon versagt haben.

Der zuständigen Ministerin möchte man folgendes  zurufen: Schaffen Sie den Aufsichtsrat ab, und wenn es die Landesusancen schon fordern, dass es so ein Gremium gibt, dann ändern Sie die Usancen. Dieses Weingut stellt sich gerade neu auf, tolle junge Menschen üben verantwortungsvolle Arbeit aus. Die Weingärten sind grandios in Schuss – das war nicht immer so. Treffen sie, liebe Frau Ministerin, Entscheidungen für die jungen Menschen, die dort arbeiten und hier bleiben wollen. Ein Mann wie Christoph Lindner, um nur ein Beispiel zu nennen, könnte mit seinem Wissen und seinem Talent überall auf der Welt arbeiten. Nirgendwo müsste er Angst haben, dass nach eine Woche Regen ein Fluss durch seinen Keller fließt. Liebe Frau Prof. Dr. Dalbert, tun sie etwas, dass diese Jugend im Land bleibt, sie haben es versprochen und dafür habe ich sie auch gewählt.

Rainer Albert Huppenbauer