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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 13.11.2015 um 13:49 Uhr | 0 Kommentare

Weingut Klaus Böhme präsentiert sich neu

Der Kirchscheidunger Topwinzer Klaus Böhme hat sein komplettes Marketing geändert. Der Betrieb möchte sich erfolgreich auf neue Herausforderungen, die in den nächsten 20 Jahren auf die Region zukommen, einstellen. Die Weinmarke Klaus Böhme soll gestärkt werden. Man kann der sympatischen Familie nur dazu gratulieren. Eine klare Strucktur die auf der, wie es Klaus Böhme nennt: Primärquelle der Rebe basiert, prägt fortan das Gesicht des Weinerzeugers. Klaus Böhme gliedert in Guts - und Lagenweine mit Prädilkat, an deren Spitze die Bezeichnung Bergstern steht. Bergstern ist dem Riesling und dem Weißburgunder vorbehalten. Auf das Segment der Ortsweine verzichtet Klaus Böhme vollständig.


Die neuen Etiketten 

Dass Klaus Böhme zudem zukünftig auf liebgewonnene Bereichs- und Großlagenbezeichnungen verzichtet, ist für mich fast der wichtigste Aspekt. Alles ist klar gegliedert und drückt sich über das Etikett aus. Das der eine oder andere Gastronom und Händler ein kleines Säufzerchen macht, sollte man in Kauf nehmen. Es wird genau das transportiert was einen Wein ausmacht: Rebe, Winzer und bei den Lagenweinen die Herkunft. Ich denke, dass die Entscheidung, zum Beispiel auf die Bereichbezeichnung Schloß Neuenburg zu verzichten, und dafür die Marke Klaus Böhme zu forcieren, eine sehr kluge Entscheidung für die Zukunft ist.  



 

 
Tags: Weingut Klaus Böhme, Bergstern
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.10.2015 um 19:03 Uhr | 0 Kommentare

Daniel Dittmar ... Neuer 7er BMW... Saale-Unstrut-Wein

Was haben der Premium- und Eventkoch Daniel Dittmar, der neue 7er BMW und Saale-Unstrut-Weine gemeinsam? Natürlich ein Menü des Meisters. Zur Geschichte:
In diesen Tagen (Oktober 2015) findet die Premiere des neuen 7er BMW statt, für eine dieser Präsentationen hat Daniel Dittmar ein Menü vorbereitet und wird an 4 Tagen den geneigten BMW Fahrern, diese Menü live zubereiten. Sollten Sie nicht das Glück oder Pech haben, je nachdem wie man es sieht, an einer dieser Präsentationen geladen zu sein, möchten wir Ihnen in den nächsten Tagen das Menü, mit allen Zutaten und Rafinessen, zum Nachkochen anbieten. Natürlich werden wir es nicht unterlassen, Ihnen zu den jeweiligen Gängen einen passenden Saale-Unstrut-Wein zu präsentieren Freuen Sie sich auf ein Feuerwerk erelesener und durchdachter Speisen in Einklang mit dem Besten was Saale-Unstrut zu bieten hat.
Das Menü zum Nachkochen veröffentlichen wir unter Wein & Küche in den nächsten Tagen. Der erste Gang ist schon veröffentlicht. Viel Spaß beim Nachkochen.
Daniel Dittmar vor seien "!Werken"

Es scheint Herrn Dittmar Spaß zu bereiten! 

alles passt!Tags: Daniel Dittmar, 7er BMW,
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.10.2015 um 14:50 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut-Supreme verlässt die Region!

Nichts ist auf dieser Welt einfacher, als eine Flasche 2010er Mouton Rothschild zu verkaufen. Sie kostet um die 1000 Euro und ist trotzdem schwer zu bekommen. Dieser Wein, obwohl es noch deutlich teurere gibt, ist der Inbegriff für exclusiv, teuer und rar. Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum Weintrinker so viel Geld für eine Flasche Wein ausgeben. Vieles, auch Anlagespekulation spielt da mit Sicherheit eine große Rolle. Der wichtigste Aspekt aber scheint mir die Tatsache zu sein, dass es immer wieder, seit mehr als 150 Jahren gelingt, große Weine hervorzubringen. Die Nachfrage kann selten befriedigt werden und das, oder gerade wegen dem hohen Preis. Es gibt aus meiner Sicht nur ein einziges Produkt in der Welt, dass diesen  Wein noch topt. Dieses Luxusgut stammt aus dem sonnigen, sozialistischen Kuba und ist ein Sammlerstück in Buchform mit 20 hochwertigen Zigarren für etwa 1300 Euro. Man braucht Glück und wirklich sehr gute Beziehungen, um ein solches "Buch" zu ergattern. Eines aber haben all diesen guten Stücke gemeinsam, sie werben mit ihrer Qualität für sich selbst und und werden so zum KULT. Dieser Kult nutzt nicht nur dem speziellen Produkt an sich, sondern verlagert sich auf ganze Regionen und sogar Länder. Niemand würde heute ernsthaft behaupten, Bordeauxwein oder kubanische Zigarren sind von schlechter Qualität. Dennoch, auch noch so teure Luxusgüter, man kann über deren Sinn sicher trefflich streiten, kommen ohne Botschafter, die für sie und mit ihnen werben aus.

Als Weinhändler und Buchautor beschäftige ich mich sehr umfänglich mit Saale-Unstrut-Wein. Ich habe lange darüber nachgedacht, mit welchen Mechanismen man arbeiten muss,  um qualitativ hochwertige Weine aus der Saale-Unstrut-Region in Deutschland bekannt zu machen.  Irgendwann kam mir dann der Gedanke, die Saale-Unstrut-Weine von denen ich überzeugt bin, aus der Region herauszutragen. Ein erster Schritt war mein Buch Saale Unstrut / vina mediterranea.  Der zweite Schritt, der nun logisch folgt heißt: Saale-Unstrut-Supreme. Es steht für eine Veranstaltungsreihe mit den hochwertigsten Weinen der Saale-Unstrut-Region. Der Start erfolgt in der Region selbst, die die Weine hervorbringt. Die Fortsetzung soll dort erfolgen, wo niemand auch nur eine Ahnung davon hat, was ihn bei diesen Weinen erwartet. Dafür muss ich mit Partnern reden, die auch ein hartes Leben für Qualität führen. Der Weg, so glaube ich, wird dann erfolgeich sein, wenn ich Köche, Sommeliers  oder Restaurantbesitzer in Hamburg, Stuttgart oder München, die sich ausschließlich an Qualität messen lassen wollen, für diese Weine begeistere. Es wird mit Sicherheit nicht leicht, aber  gemessen an den anderen Herausforderungen die auf uns zukommen, ist es geradezu ein Kinderspiel. 
Natürlich, einfacher wäre es teure Bordeauxweine zu verkaufen. Aber es wäre auch langweilig. Wenn es irgendetwas gibt, was ich nicht brauche, dann ist es Langeweile. Also hier meine Bitte, folgen Sie Saale-Unstrut-Suprem zunächst mal in die Orangerie nach Großjena. Die Lafer`s, Hennsler`s und Raue`s müssen sich noch etwas gedulden. 
Tags: Saale-Unstrut-Supreme
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 17.10.2015 um 16:39 Uhr | 0 Kommentare

Weinlese im Freyburger Schweigenberg bei Böhme&Töchter

In einer der schönsten Terrassenlage des gesamten Weingebietes wurde heute vom Weingut Böhme & Töchter der Weißburgunder Lagenwein gelesen. Das Weingut nutzte den ersten regenfreien Tag seit einer Woche, um die Trauben aus der Parzelle im Freyburger Schweigenberg zu lesen. Winzerin Marika Böhme und Vater Frank zeigten sich optimistisch ob Qualität und Quantität. Leider hat der Frost zu Beginn der Woche den Traumjahrgang in einigen Lagen erstmal gestoppt, dennoch wird es wohl ein großes Jahr. Die Trauben nun noch weiter hängen zu lassen, da durch den Frost die Blätter abfallen und keine Assimilation und damit keine weitere Zuckereinlagerung mehr stattfindet, so Marika Böhme, mache es keinen Sinn, zumindest hier nicht (Schweigenberg/Edelacker), die Trauben weiter im Berg zu lassen.
Wie schon bei meinem ersten Besuch am 27.09.2015, ein starkes Lesetream, mit mir bekannten und auch für mich neuen Gesichtern. Alles wirkte gut organisiert, die Buttenträger leisteten Schwerstarbeit und Opa Böhme (80), karrte mit der Raupe die frisch gelesenen Trauben nach unten, wo Frank Böhme den Transport mit dem nigel nagel neuen Traktor ins nahegelegene Weingut nach Gleina übernahm.  
Wie schon bei meinem ersten Besuch war auch die Lese im Schweigenberg stimmungsfroh, gute Laune bei allen und Schwiegersohn Carlo Grabowski brillierte beim Lesen diesmal mit einem Lied von Simon & Garfunkel - kennen sie sicher: Lalelei, lalelalalalelalalelei. Der restliche Text wurde gesummt. Ein paar Tage wird nun im Weingut Böhme & Töchter noch gelesen werden, dann sollte die sich lang hinziehende Lese mit Riesling und Spätburgunder ihr gutes Ende finden. 

Impressionen  aus dem Schweigenberg

Das Tor zum Weißburgunder

Chef und sprechender Lehrling bei der Arbeit 

Vorsicht Glatt

oh... Bacchus lass es zu Wein werden

es geht mühsam, doch es geht mit Erfahrung

lalelei ....

Vesper

Abrücken zur Vesper


Herbstlich ...sinnlich... Schluß
Tags: Böhme und Töchter, Freyburger Schweigenberg
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 06.10.2015 um 12:07 Uhr | 0 Kommentare

Hendrik Bobbe hat Lesen gelernt!

Hendrik Bobbe kann lesen. Das allein ist natürlich noch nicht ausreichend, um guten Wein machen zu können. Aber als gelernter Literaturwissenschaftler liegt ihm das Lesen nunmal im Blut. Als Seiteneinsteiger, mit gerade mal einem Hektar Rebfläche, weitere 0,4 Hektar sollen folgen, hat er sich in Rheinstedt, unweit von Karsdorf und Nebra eingerichtet. Auf seinem Hof, der zum ehemaligen Pfarrhaus gehört in dem er heute mit seiner Familie lebt, betreibt er eine launige Straußwirtschaft. Seit dem letzten Jahr hat er dann auch seinen bescheidenen Keller dorthin verlegt. Bis dato fand er "Unterschlupf" bei dem großherzigen Weingut Böhme & Töchter. Die Wege waren weit und die Nächte lang. Das hat sich geändert und Herrn Bobbe zusehends die Arbeit erleichtert.
Seine Weine werden ausschließlich vom Hof vermarktet. Die Lage direkt am Fahrradwanderweg der Unstrut begünstigit das Vorhaben. Nur drauf verlassen, will sich der Winzer jedoch nicht. Seine Weine sollen für ihn werben und das tun sie.
Die Weine tragen eine ordentliche Handschrift und machen Spaß. Der Müller-Thurgau und der Silvaner bilden die Basis und wurden von mir seit 3 Jahren immer als saubere, sortentypisch regionale Gewächse, die so manchen Großerzeuger blaß aussehen lassen, eingestuft. Interessant sein Bobbe Weiß, gibt es wohl nur in der Strauwirtschaft, es ist eine Cuvée aus Silvaner, Kerner und Grauburgunder. Ein frischer schmeichelnder Wein, trocken und perfekt ausbalanciert.
Eine kleine Fassprobe wurde uns dann noch gegönnt, ein Grauburgunder aus dem Barrique. Der erste Eindruck: Ein gelungener Wein mit ordentlich Potential, der sich ohne Übertreibung gut in der Gilde der 2014er Grauburgunder von Pawis, Gussek und Frölich Hake behaupten kann. Ein klein wenig Schliff noch auf der Flasche und dieser Wein  wird seine Freunde finden. 
Was das Lesen betrifft, so wartet Hendrik Bobbe noch etwas ab, um wirklich die optimale Reife zu erzielen.
Die Strauwirtschaft ist an den Wochenenden geöffnet, aber auch an anderen Tagen ist immer eine Möglichkeit dem Winzer einen  Besuch abzustatten. 
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04.10.2015 Rainer Albert Huppenbauer


Hendrik Bobbe

Der Ausschank

Das alte Pfarrhaus
  
Tags: Böhme & Töchter, Hendrik Bobbe,