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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 19.09.2020 um 13:29 Uhr | 0 Kommentare

Böhme und Töchter - und der sprechende Weinberg

Der Wein bewahrt den Stein – über einen sprechenden Weinberg und besondere Menschen!
 
Nur die Menschen, die dem Weinberg zuhören können, werden auch besondere Weine hervorbringen. Das ist auf der ganzen Welt so. Einer der Winzer, die das kleine Stück Erde zwischen der Zeddenbacher Mühle und dem Freyburger Freibad am besten verstanden hat, ist Frank Böhme. Als noch niemand daran dachte, pflanzte er  Chardonnay und arbeitete mit dem was er ohnehin vorfand. Dazu gehören Traminer, Spätburgunder  und Riesling. Dieses Werk setzt die Familie, die sich nun auch vergrößert hat, mit Frank Böhmes und nicht zu vergessen, mit Opa Böhmes Segen fort.
Möglicher Weise hätte der eine oder andere Nachbar im Schweigenberg auch mal auf den Berg hören sollen, dann wären dem schönsten Berg und einer der wohl qualitativ wertvollsten Erden der Region so einiges erspart geblieben. Regent, Pinotin und Cabernet Blanc auf diesem Muschelkalk, ist zumindest mal zu hinterfragen. Man könnte es auch Verschwendung von Ressourcen nennen. Aber gut, des Winzers Wille ist sein „Himmelreich“ und so wird es  geschehen, dass schon in 5 Jahren die von Marika Sperk und ihrem Mann Sandro gepflanzten Reben aus Riesling, Chardonnay und Spätburgunder, Weine hervorbringen, die dem Berg zur Ehre gereichen. Es werden besondere Qualitäten sein, da ich weiß, dass des Berges Wille im Keller in Gleina seine Vollendung erfährt.   
Ja es erfordert Demut gegenüber dem Berg und denen, die ihn in hunderten Jahren zu dem machten was er ist, nämlich das wichtigste Stück Heimat für eine ganze Region. Das schreit nach höchster Qualität, denn nur in ihr zeigt sich diese Demut.
Was es noch braucht, ist ein Mensch, der sich einen Weinberg vorknöpft und das Freyburger Bauamt überlebt. Den gibt es zum Glück für uns alle. Er kommt aus Markkleeberg, heißt Keitel und versteht sein Handwerk als Architekt. Danke Familie Keitel.

Einer bereitet den Berg, der andere den Wein.
Hat der Berg Glück, sind beide Profis und Fantasten
und keine Erbsenzähler!

Der Mut, das Wissen und die handwerkliche Meisterschaft der Protagonisten wird Weinkunst erlauben, die uns in nächster Zeit immer mehr in ihren Bann ziehen wird. Böhme & Töchter steht damit auch für die Zukunft der Weinbauregion Saale-Unstrut. Gemeinsam mit den Kollegen der Winzergemeinschaft Breitengrad 51 wurde ein Weg eingeschlagen, der erst beim Gehen entsteht. Und liebe Winzer des Schweigenberges, ob groß, klein, berühmt und bekannt, man sollte sich anschließen, will man nicht beliebig werden.


Impressionen


Marika und Sandro Sperk im Schweigenberg (im Hintergrund Kirche Zscheiplitz)

high up....



noch viel zu tun..


der neubepflanzte Berg ...


stolze Winzer, stolze Mauern




 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 26.07.2020 um 13:42 Uhr | 0 Kommentare

Breitengrad 51 - rien ne va plus - die Weine stehen fest!

Breitengrad 51 rien ne va plus….
Mein Gott war das ein Andrang. Gastronomen, Sommeliers, Winzer, Journalisten, ein Prinz und zwei Händler. Das Anysium in Freyburg bot den Rahmen für eine professionelle Verkostung des neuen Breitengradjahrgangs. Alle gut gelaunt, der eine oder andere sagte ab. (Die folgenden Zeilen wurden durch mich entfernt)
Die Erschienenen natürlich in bester Stimmung und erwartungsvoll, der Ausklang in der "Freylich Zahn" Weinbar 51°  machte den Deckel zu. Soweit also zu den zahlreichen Juroren.
Anmerkung zur Selbstzensur: Nach reiflicher Überlegung und dem derben Hinweis eines sehr guten Freundes, ist es so besser.

Die Verkostung:
Unter Leitung von Sandro Sperk (Böhme und Töchter) und Alexander Schau (Weingut Hey) wurde dann straff verkostet. Für die ältere Generation, also mich und den ein oder anderen Mittsechziger, am Ende ein wenig zu schnell. Aber was soll es, das Tempo war zielführend und auch besser so, muss ich halt üben. Insgesamt waren 28 Weine zu verkosten unter denen sich auch einige „Piraten“, also Weine die Verwirrung stiften sollten, und nicht von den Breitengradwinzern stammten, befanden.
Im Ergebnis der "Tortour" werden 5 Rotweine aus dem Jahrgang 2018 und 6 Weißweine aus den Jahrgängen 2018/2019 das Breitengradsiegel erhalten. So weit so gut. Die Weine werden ab Mitte August in den Handel kommen und erst dann, wird das Geheimnis gelüftet. Da ja leider die Präsentation  in Schulpforte gekänzelt werden musste, werde ich am gleichen Datum eine Minipräsentation in Naumburg veranstalten. Die Coronaregeln beachtend, werden 20 Karten verkauft und ohne Schnörkel das dargeboten, was zum Besten gehört, dass diese Region hervorbringt.
Die Veranstaltung beginnt am 15.08.2020 um 16.00 Uhr und endet  um 22.00 Uhr. In meinen beiden Geschäften in Naumburg wird die Verkostung so stattfinden, so dass alle Regeln gewahrt sind.  
Der Kartenverkauf ist eröffnet und kann unter www.saale-unstrut-vinothek.de vorgenommen werden.

 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 21.05.2020 um 12:17 Uhr | 0 Kommentare

Saale-Unstrut Weinmeile 2020

Gebeutelt sind wir wohl alle, aber was hilft es, wenn jedes Wort der Regierung als Gesetz gehandhabt wird. Irgendwie gab`s das schon mal, oder? Und nun hat es auch noch die Weinmeile erwischt. Eigentlich am Ende der Aufregung gelegen, hätte man wohl ein Auge zudrücken können, hört man bisweilen. Natürlich den Winzern, die dieses Event ins Leben gerufen haben, entgehen eine Menge Einnahmen, die Sie nach der Krise dringend gebraucht hätten. Das gilt umso mehr, da sich vor 10 Tagen die Aussichten auf ein erfolgreiches Jahr 2020 quasi in einer Kaltluftfront in ein großes Nichts auflösten.
Was die Weinmeile an sich angeht, bin ich eher zweigeteilt. Auf der einen Seite die Ökonomie, auf der anderen Seite die jedes Jahr größer werdende Besucherschar und die damit verbundenen Probleme. Wer schon mal Weinmeilengast war, weiß wovon ich rede. Ich würde mir wünschen, dass der Verein, bestehend aus den teilnehmenden Winzern, das zuletzt völlig aus dem Ruder gelaufenen Konzept überdenkt. Wein und seine Erzeuger sollten wieder im Mittelpunkt stehen. Zurück zu den Anfängen. Wein verdient Beschaulichkeit, Gelassenheit, Gemütlichkeit und Respekt. Nichts davon war in den letzten Jahren zu spüren, am wenigsten Respekt. Es gab alles, was auf so ein Fest nicht gehört. Für derlei Dinge gibt es genügend Feste, Fußballspiele und Partys die das Gegenteil von dem sind, was ein Weintrinker sich wünscht. Ich hoffe sehr, dass man die Pause nutzt, um wenigstens mal darüber nachzudenken, wie dieses großartige Ansinnen wieder zu dem wird, was es sein wollte. Ich bin gern bereit mich da einzubringen.
 Tags: Saale-Unstrut-Weinmeile, Bad Kösen, Gussek, Hey
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 10.05.2020 um 12:38 Uhr | 0 Kommentare

Das grassierende Ding und was an Saale-Unstrut so passiert ist!

Ab und an ist es auch ganz gut, wenn man einfach mal die Klappe hält. Das habe ich nun eine ganze Zeit lang gemacht, um mich mit voller „Wucht“ zurückzumelden. 
Keine Angst so schlimm wird es nicht. Aber in den letzten Wochen ist an Saale-Unstrut eine Menge passiert. Und das Meiste hatte nichts mit dem grassierenden, wie hieß das Ding noch mal, zu tun. Es  geht einfach nur um Wein. Also dieses Ding hat natürlich auch den Winzern und uns Händlern zu schaffen gemacht. Da aber kein richtiges Ende in Sicht ist, macht es keinen Sinn, ständig darüber zu reden. Eins nun doch noch, hüten Sie sich vor Menschen, die sich in diesem Ding siehlen, wie ein Wildschwein in seiner persönlichen Suhle. Diese Menschen kennen fast jeden der das Ding hatte und hat, waren selbst vom Ding befallen oder mindestens in Quarantäne. Sie tragen auch beim Rauchen eine Maske und meiden, so berichten sie jedenfalls, öffentliche Plätze. Essen und Trinken können Sie nicht, da das Essen vom Ding kontaminiert sein könnte und die Maske eine Essenseinnahme nicht zulässt, und sie damit schützt. Sie werden also verdursten oder verhungern. Sie tun das auch, um in die Opferzahlen des Dings aufgenommen zu werden. Heldentod. Sie waren Clever und haben sich bereits als WUHAN abgeriegelt wurde, mit Klopapier und Windeln (man weiß ja nie wie lange es  dauert) eingedeckt, ja so dachten sie damals. Die meisten von denen waren ganz normale Menschen (meist jüngere) die nichts zu berichten gehabt hätten, hätte es nicht dieses Ding gegeben. Ich kenne zum Glück nur einen solchen Fall. Noch lebt er, aber durch das verweigern der Nahrung sieht er sehr schlecht aus.

Nun zum Wein:
Das Wetter
Dass das Wetter gerne mal verrückt spielt, ist eine alte Weisheit. Im Moment, so hat man den Eindruck, immer öfter. Kaum merklich in den Städten und dem ländlichen Raum, sanken in der Nacht vom 4. zum 5. Mai die Temperaturen in einigen Weinbergen an Saale-Unstrut unter die kritische Grenze von Minus 3 Grad. Das Ergebnis ist zum Teil verheerend. Die schlimmsten Erfrierungen hat es in Thüringen und westlich von Freyburg in Weischütz gegeben. Einige Winzer sind davon betroffen. Für den neuen Jahrgang wird das bedeuten, dass in diesen Bereichen mit einer kleinen Ernte zu rechnen ist. Man muss zu dem abwarten, wie der Reben mit dem Umstand umgehen.

Die Weine und anderes Geschehen
Der 2019er Jahrgang ist nun allgegenwärtig und zeigt bei den üblich Verdächtigen sehr gute Ergebnisse. Die Prognose einer Probierkolonne unter der Ägide eines „älteren aber leicht besoffenen Herrn“, der jetzt unter falschen Namen in der Regionalbeilage des Naumburger Tageblattes zu Worte kommt, war wie immer: Zucker her. Nachlesen kann man das im Weinbeobachter. Doch was soll`s, die Jungs werden es nicht mehr lernen, also zurück zu denen die es können. 
Bei dem einen oder anderen Winzer aus dem Kreis der oben genannten hat es sichtbare Veränderungen gegeben. Neue Outfits bei Hey und Böhme&Töchter, neue Webseite bei Gussek und viele Kleinigkeiten, die meinen Optimismus nähren, dass unsere Region, vor allem die Breitengrad 51 Winzer, qualitativ einen Schritt nach vorn tun werden. Zu nennen sind die positiven Veränderungen im Landesweingut Kloster Pforta im personellen Bereich. Sowohl der Kellermeister, der mit seinem zweiten erfolgreichen Jahrgang (2018/2019) echte Prämissen setzt, als auch der neue Geschäftsführer, der mit Ruhe und vor allem Sachverstand "regiert", was im gebeutelten Staatsweingut dringend benötigt wurde.
Andre Gussek bereitet derzeit seine 2018er Rieslinge auf die Markteinführung vor. Von den Lagen Göttersitz, Dachsberg und Steinmeister kommen 3 exzellente Rieslinge, die es so hier noch nie gab. Dazu sind bei Gussek Weine (Blauer Zweigelt, Spätburgunder) in der Pipeline die neue Maßstäbe setzen werden. Ein Wein wird allerdings Gusseks Geheimnis bleiben, lassen Sie sich überraschen.
Bei Bernard Pawis mischt nach kleinen Ausreißversuchen nun Christian Pawis mit, der sich gleich mal mit der Lagenproblematik des Spitzenerzeugers befasst.
Matthias Hey nun mit Traubenadler, hat sich entscheidend vergrößert. Fast drei Hektar  wurde in Weischütz aufgerebt und so ein wichtiger Grundstein für eine solide ökonomische Perspektive gelegt.
Bei Wolfram Proppe wurde ebenfalls neues Land kultiviert. Dazu der Ausbau des Gutes in Löberschütz, der  wohl den Winzer und seine Familie noch eine Weile beschäftigen wird. Mir gefällt das maßvolle Vorgehen der „Proppes“, man lässt die Kirche im Dorf und macht alles Schritt für Schritt.
Bei Marika Sperk (Böhme&Töchter) ist ein wichtiger Schritt vollzogen worden. Die Familie geeint und das Werk von Frank Böhme und seinem nun schon 84 jährigen Vater, der immer noch nicht wegzudenken ist, strahlt auf mich eine unglaubliche Zuversicht aus. Dazu wurde eine neue Steillage im Freyburger Schweigenberg mit Riesling, Chardonnay und Spätburgunder aufgerebt.  Gut so, man setzt auf hochwertige Weine, manchmal noch mit Ecken und Kanten, aber ihnen gehört die Zukunft die gerade beginnt. DieZeit wird es erweisen, genau diese drei Rebsorten werden das Qualitätsbewußtsein im oberen Segment der Zukunft bestimmen.  

So das war es dann erstmal bleiben Sie durstig und freuen Sie sich auf den Sommer.
      

 
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 07.02.2020 um 14:19 Uhr | 0 Kommentare

IV. Tasting der Saale-Unstrut-Vinothek: Ein Resümee

Immer am letzten Sonntag im Januar veranstalte ich in meine Vinothek ein Tasting bei dem Spitzenweine aus deutschen Anbaugebieten (meist so genannte Große Gewächse einiger VdP Winzer) auf Weine ihrer Kollegen vom 51. Breitengrad treffen. Abseits der großen Metropolen im bescheidenen Weindörfchen Naumburg wird es dann spannend. Die anwesenden Winzer können vergleichen und einordnen, die Weinkonsumenten auch werten. Und so sah das aus: Im Programm diesmal Rieslinge aus dem Jahrgang 2018, Blauer Zweigelt 2017 und Spätburgunder von 2015, 2016 und 2017.
Es wurde deutlich, dass die Weine der Saale-Unstrut-Betriebe in allen drei Kategorien ein gutes Wort mitzureden haben. Punktuell sind die Weine der hiesigen Winzer untereinander enger zusammen gerückt. Hatte man noch vor zehn Jahren mal einen oder zwei Weine die an das Niveau der GG herankamen, so ist dieser Zustand heute ein ganz anderer. Die Qualität ist breiter geworden. Aus meiner Sicht sind dies die ersten Ergebnisse einer Zusammenarbeit der Winzer im Verein Breitengrad 51. Und, was man natürlich beachten muss, der klimatische Verlauf der zurückliegenden Jahrgänge von 2016 bis 2018 war eher südländisch geprägt. Das dies nicht unbedingt ein Vorteil für die ist, die sich erst einmal daran gewöhnen müssen mit derlei Vegitationsverläufen umzugehen, ist allerdings auch spürbar. Im Umkehrschluss hätten auch Topwinzer in der Pfalz ein Problem plötzlich mit kühleren Klima klar zukommen. Hitzejahre die sich dann noch im Niederschlag deutlich unterscheiden sind für den 51. Breitengrad eben nicht die Regel. Oder sollte man besser sagen, noch nicht? Was aber auf alle Fälle hilfreich ist, ist die Tatsache, dass im Verein Breitengrad 51 darüber geredet wird, zumindest dann, wenn es mal nicht um Formalitäten geht. Ich betrachte diesen Verein als den Kopf und den Motor dessen, was das Gebiet hier leisten kann.
Der angestaubte Weinbauverband hinkt wie immer hinterher. Mir ist jedenfalls nichts bekannt, was dieser Verband in Punkto Qualitätsstandard eingebracht hat. Die Nennung von Ertragszahlen in Tonnen fördert allein keine Qualität hervor.

Aber lassen wir das. Zurück zum Tasting.
Rieslinge 2018:
Ja man kann trefflich darüber streiten, was dieser und jener denn nun wohl meint mit seiner Auslegung von Riesling. Ich fand bestätigt, was ich auch schon postuliert habe: Nicht jedes Großes Gewächs ist auch eins. Und es gibt keine Wahrheit nur Meinungen. Für meinen Geschmack gab es fünf Rieslinge mit Ausnahmecharakter.

1. Wagner Stempel,Heerkretz GG 2018, Rheinhessen
2. Rebholz, Kastanienbusch GG 2018,Pfalz
3. Emrich Schönleber, Halenberg GG 2018, Nahe
4. Gussek, Kaatschener Dachsberg, 2018, Saale-Unstrut
5. Domäne Wachau, Ried Kellerberg 2018, Wachau

Da auch Reinhard Löwenstein, Rudolf Fürst, Haidle und Van Volxem mit Großen Gewächsen vertreten waren polarisierten diese Weine am stärksten. Vermutlich hatte jeder Teilnehmer am Tasting so seine eigene Liste. Sehr deutlich wird dies bei Rudolf Fürst. Für mich ein Wein der jeden Rieslingablehner das bestätigt, was ihn genau an Riesling stört. Nun bin ich kein Rieslingablehner sondern ein großer Freund dieser Rebe. Und dennoch habe ich den Wein nicht verstanden, er hatte von allem zu viel. Andere hingegen waren begeistert. Tja, so kann es gehen.

Zweigelt 2016/2017/2018
Das Wesentliche zuerst. Herr Zweigelt ist Tod (zum Glück), sein Wein lebt und kommt in einer Region zu neuen Ehren, die diese Rebe seit gut 30 Jahren pflegt. Die getesteten Jahrgänge fallen in genau in die eingangs beschriebene „Wärmezeit“ hier am 51. Breitengrad.
Zweigelt war vor vier Jahren schon einmal Thema. Damals deutlicher Nachholbedarf, in diesem Jahr war der auf der anderen Seite.
1. Gussek, Kaatschener Dachsberg BG 512017 Saale-Unstrut
2. Born,Höhnstedter Kreisberg BG51 2016 Saale-Unstrut
3. Haidle, Zweigelt R 2017,Württemberg
4. Hey, Naumburger Steinmeister BG51, 2017, Saale-Unstrut
5. Krug, Ried Eichkogel Reserve, 2017, Thermenregion

Spätburgunder 2015-2018
Ich erinnere mich gut an den Gesichtsaudruck des Schweizer Weinkritikers René Gabriel, als er Gusseks Spätburgunder probierte. Er stellte die Frage an Gussek was der Wein kostet. Gussek antwortete 24 Euro. Gabriel runzelte die Stirn und sagte: Nehmen sie mindestens das Doppelte.

Genau wie beim Zweigelt gibt es auch hier im Vergleich zum ersten Tasting eine neue Sicht. Das Klima und der Umgang mit der Rebe wandeln sich gerade in Naumburg und Umgebung. Das Ergebnis sind keine Ahrweine, wohl aber ernstzunehmende, charaktervolle Burgunder, die über Qualitäten verfügen, die noch vor fünf Jahren in dieser Breite nicht denkbar waren. Hier meine Top 8 Weine der Verkostung.

1. Stodden,Sonnenberg GG,2017 Ahr
2. Rings, Steinacker 1. Lage 2016, Pfalz
3. Meyer Näkel, Silberberg GG, 2017, Ahr
4. Hey, Steinmeister, 2017, Saale-Unstrut
5. Gussek, Kaatschener. Dachsberg ***  ,2017, Saale-Unstrut
6. Böhme&Töchter, Freyb. Schweigenberg 2017 Saale-Unstrut
7. Rebholz, Gutswein, 2015, Pfalz
8. Weigel, Steinmeister, 2017,Saale-Unstrut

Alles in allem ein erkenntnisreicher Nachmittag mit mancher Überraschung. Na mal sehen was 2019 auf uns zurollt, denn auch in 2021 gibt es wieder ein Tasting.  
 Tags: Saale-Unstrut-Vinothek Tasting