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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 08.10.2018 um 14:12 Uhr | 0 Kommentare

Der Jahrgang 2018 - Deutschland vor größter Lese seit 1999

Es ist viel los auf den Weinbühnen dieser Welt. Aus deutschen Landen übertreffen sich die Meldungen über die Erntemengen. Im Vergleich zum 10 jährigen Durchschnittswert haben alle Weinanbaugebiet zum Teil deutlich zugelegt. Den geringsten Zuwachs weisen Saale-Unstrut (+5%) und Sachsen (+7%) aus. Die größten Zuwächse im Mittel der letzten zehn Jahre reichen von 17% in der Pfalz und 64 Prozent am Mittelrhein. Insgesamt wurden über 11 Mio. Hektoliter Wein geerntet.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Qualitäten entwickeln. An Saale-Unstrut gehe ich davon aus, dass es viele halbtrockene und liebliche Weine geben wird. Im Spitzensegment (Gussek, Hey, Pawis, Proppe, Lützkendorf, Böhme & Töchter, Born, Wartenberg und Sauer - Steinmeister), erwarte ich eine ganze Reihe hochklassiger Weine in allen Segmenten.
Auch Winzern wie Herrn Bobbe, Andre Zahn, Klaus Böhme und dem Landesweingut Kloster Pforta traue ich ähnliche Qualitäten zu. Nun wir müssen abwarten. Indes sind die ersten Weine des 2018er Jahrgangs schon in den Startlöchern.

Der erste 2018er  Wein von Saale-Unstrut ist im Anmarsch
Der Müller Thurgau von Bernard Pawis, ich durfte schon probieren, wird wohl noch in dieser Woche, also bis 12. Oktober in den Handel kommen. Ich sage mal Weltrekord. Geschmacklich kann ich sagen, dass er mir sehr gut gefällt. Trockner als in den Vorjahren, mit stabiler Mineralität, feinen Zitrusaromen und extraktreich. Auf Grund der Aromenfülle und des dichten Extraktes tut es gut, dass er schön trocken ist und die Säure den Wein frisch macht.

Carabinieri schlagen zu     
In Italien wurde die Sondereinheit NAS  fündig und beschlagnahmte bei zwei Proseccoerzeugern insgesamt Weine im Wert von 3 Millionen Euro. In den Betrieben wurde illegal mit Zucker angereichert. Der Betrug wurde zugegeben. In Italien ist generell das Anreichern und Säuern von Weinen untersagt.

Weineinfuhren nach Deutschland    
Man glaubt es kaum, aber der Import italienischer Weine nach Deutschland ist rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr wurde rund 11% weniger importiert. Dagegen sind die Importe aus Spanien, Südafrika und Neuseeland deutlich gestiegen.
Die größte Einbuße war allerdings bei Weinen aus den USA zu verzeichnen. Sicher auch eine Reaktion auf die derzeitige USA Handelspolitik.

Das war es für heute. Ich freue mich auf spannende Tage bis zum endgültigen Abschluss der Lese an Saale-Unstrut.

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