Wir verwenden Cookies, um die einwandfreie Funktion unserer Website zu gewährleisten und unseren Datenverkehr zu analysieren. Hier können Sie Ihre Einstellungen verwalten.
top
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 24.10.2019 um 12:28 Uhr | 0 Kommentare

Good bye poor Boy… ein Nachwort

Im Grunde muss man schon den Hut ziehen, wenn jemand 27 Jahre ein Ehrenamt ausübt.  Aber eben nur im Grunde. Nicht in jedem Fall ist damit nur „Dankeschön“ gemeint. So ist es auch beim scheidenden Weinbaupräsidenten. Manchmal ist es eben auch so, dass der Beifall ertönt, wenn man froh ist, dass einer „fertig hat“. Nicht immer sind Beifall und lobende Worte auch tatsächlich mit Anerkennung einer Leistung verbunden. Wie das im Fall Boy liegt, kann man nur erahnen: ( na das wurde aber auch Zeit, den Absprung verpasst oder gar, der muss weg), sind nur einige Äußerungen, die ich nach der viel beachteten Rede von S.Boy im Kreise der Weinbruderschaft auch von Personen hörte, die ihm nahestehen. Aber, bemerkenswert ist seine Zeit als Weinbaupräsident auf jeden Fall. Und so kann ich folgenden Satz, mit dem Siegfried Boy im Verweis auf seine Nachfolge (A.Zieger) in seiner Abschiedsrede zitiert wird, voll und ganz verstehen: …“ der (Zieger)  den Verband auch weiterhin mit Herzblut und Aktionismus führen“ wird.
Für mich widerspiegelt  die Wortwahl genau das, was eben die Verbandsarbeit in den letzten Jahren ausmachte, Boy´s Aktionismus. Über Aktionismus wird reichlich debattiert. In verschiedensten Quellen, wie hier von Wikipedia findet man folgende Erklärung des Wortes: „Der Begriff Aktionismus unterstellt betriebsames, unreflektiertes oder zielloses Handeln ohne Konzept, um den Anschein von Untätigkeit oder Unterforderung zu vermeiden oder zu vertuschen. Aktionismus kann auch bedeuten, dass viele Projekte diskutiert oder begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden. Der Begriff steht auch für unorganisierte politische oder soziale Aktionen, die zwar eine Veränderung bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse bezwecken, deren Ziele aber weder genau definiert noch zu Ende gedacht und deren Konsequenzen meist nicht bedacht sind.“
"Quelle Wikipedia"

Geht es also noch schlimmer, wenn ein scheidender Präsident, zweifelsfrei mit Verdiensten um den Weinbau an Saale-Unstrut, seinem Nachfolger den Aktionismus, der den Verband zur verunglückten „ein Mann Show“  werden ließ, als Führungsstil empfiehlt?
Dass auch Herzblut angesprochen wird, macht die Sache nicht besser. Ich denke sogar, in der Kombination mit Aktionismus, eher noch schlimmer. Und mit Verlaub, wenn der nun "gekrönte" Albrecht Zieger, der ja bekanntermaßen die Winzervereinigung Freyburg zum Abfüller ausbauen möchte (im eigenen finanziellen Interesse wohlgemerkt), da sei zumindest die Frage gestattet, ob er denn wirklich der Richtige ist? Im Sinne von Siegfried Boy`s Worten auf alle Fälle. Im Sinne der Entwicklung der Weinbauregion sind Zweifel angebracht.

 Tags: Siegfried Boy, Albrecht Zieger

Kommentare

neuen Beitrag verfassen:

Name:*
Beitrag:*
Schreiben Sie die obenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in folgendes Feld.*
Alle mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder!