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Rainer Albert Huppenbauer, 14.04.2026 um 15:05 Uhr
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Trinkt mehr Wein und rettet die Wirtschaft - Eine Satire

Konzeption zur Lösung der Benzin - und Dieselpreis Krise 
Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Im Grunde ist es ganz einfach. Die Politik, gefangen von einem Rudel von Lobbyisten, will keinen der sie gönnerhaft mal auf Malle ausspannen lässt, enttäuschen. Und so kommt es wie es kommen muss, man beschließt Veränderungen und kein Mensch merkt es. Jedenfalls nicht beim Tanken. Mithin tut man so als würde man tun und weiß genau, es bleibt wie es war. Ist ja auch völlig klar, denn die SPD ist mit im Boot. Spätestens seit Kurt Tucholskys legendären Satz über Wahl dieser Partei;  „Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich.“ * weiß man woran man ist. Und so langsam fällt es auch auf, dass außer Systembewahrung nichts anderes zählt. Aber auch egal, denn über die anderen muss man gar nicht erst reden. Die Linken sind mit der neuen Elite auf dem Weg, der SPD das Schlachtfeld "Systembewahrung" streitig zu machen.  Grüne?, Hauptsache dabei und einen 12 Zylinder mit Fahrer.
Und die CDU? Da frage ich mich so im stillen Kämmerlein, ja da ist es ganz anders? Hat sie (CDU) nicht zu befürchten, dass eine geäußerte Reformidee (Steuererklärung auf dem Bierdeckel) auch durchgeführt wird, bläst man es in den Tag. Könnte man es dann ändern? Der Mann ist jetzt schließlich Kanzler, hat man es vergessen. Und nun liebe Politik  komme ich mit meiner genialen Lösung des Problems, die zwei Seiten mit einmal umklappt (Wirtschaft ankurbeln und Benzin sparen).  
Natürlich, und das erkläre ich ganz bewusst, mache ich diesen Vorschlag nicht uneigennützig. Eben wie ein guter Lobbyist. Ja ich will Geld verdienen und das geht nur, wenn Sie liebe Leser mehr Wein trinken. Daher mein Vorschlag an die Politik: Ein Gesetz muss her, in dem der einzelne Bürger mit Führerschein verpflichtet wird, eine Mindestmenge an Wein pro Woche zu konsumieren. Mir schweben da fünf Liter vor. Ersatzweise sind auch vier Liter Bier erlaubt. 
Die Wirkung ist umwerfend, zwei drittel der Bevölkerung ist ständig angetrunken, muss daher auf die PKW Nutzung verzichten. Das wiederum spart Benzin, fördert den Personennahverkehr, die Weinbranche und alle ihre Zulieferer.  Die Bahn profitiert endlich mal, auf die Luftfahrt muss man keine Rücksicht nehmen, die streikt ohnehin fast immer.   
Die Logistikunternehmen müssen natürlich arbeiten, mithin sollten mehr polnische, rumänische, bulgarische und wenn dass nicht hilft, auch ukrainische und russische Arbeiter, natürlich nur mit Vorkenntnissen, zur Aufrechterhaltung des täglichen Lebens und zur Klärung der Frage: „Wie kommt der Wein zu den Konsumenten?“ herangezogen werden. Ausgenommen von diesem Programm sind natürlich Beamte, und Lehrer. Denn, der Alkoholkonsum muss ja ständig kontrolliert werden, dazu sollten die Kontrollorgane wie Gerichte, Polizei, Ordnungsämter, Finanzämter u.s.w.  mit ausreichenden Befugnissen ausgestattet werden. Mithin, wer nicht freiwillig mitmacht, dem wird er Führerschein entzogen. Mal was ganz anderes. Beamte und Lehrer müssten nichts ändern, getrunken wird halt nachts.  Ärtzte könnten freiwillig wenigsten am Tage auf das Trinken verzeichten, um die med. Versorgung nicht zu gefährden. Besser noch, man schafft ein ausgeklügeltes "Trink" System der Bereitschaft und verzichtet  während der "Großen Sauferei" auf Urlaub. Ausdrücklich sei erwähnt, dass in den Parlamenten aller Ebenen das Alkohol trinken auch erlaubt werden muss. Auch und gerade in den wichtigen Sitzungen wäre es notwendig, zu Bewusstsein erweiternden Maßnahmen dieser Art zu greifen, um die Übersicht nicht zu verlieren. Nur bei den Blauen, da sollte man mit Alkohol vorsichtig sein, die sind ja schon blau. Sehr gern stehe ich, wie gesagt nicht ganz uneigennützig, jederzeit beratend zur Seite.
Ihr
Rainer Wein

*Aus ein älterer aber leicht besoffener Herr, 1930 aus: "Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke". Copyright © 1960 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg)
  

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