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Rainer Albert Huppenbauer, 27.09.2021 um 22:44 Uhr
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Das Jahr 2021 - Ein Überblick - Noch nicht das Ende - Es ist noch nicht alles gut!

Die Weinlese, das Weinjahr, das Wahljahr …..

Na fangen wir mal mit Wahljahr an. Im Grunde nichts Neues im Westen. Das Volk hat es verpasst, die Sache eindeutig zu machen. Nur in Mecklenburg ist es wohl am klarsten. Das ist deren Mentalität, irgendwie beneidenswert. 13.00 Uhr: "Schönen guten Morgen" Frau Ministerpräsidentin.
In der Hauptstadt, dass ganze Gegenteil, zwar auch eine Frau wie in MeckPom, aber eben eine verkrachte Existenz. Lange wird das nicht gut gehen. Bestenfalls eine Legislatur und das war es, ein paar Aufsichtsratsmandte, bisschen was für die Rente tun und schon ist der (Schummel) Doktortitel kein Thema mehr, allein die  Botschaft zählt, die da lautet: Na und, ich bin gewählt. Das waren andere vor ihr auch. Ein Gewählter schaffte es knapp 12 Jahre. Das interessiert heute keinen mehr. 

Im Bund nicht viel besser, eine Neuauflage der langweiligen großen Koalition nur mit zum Teil anderen Partnern. Das Wahlvolk hat versagt, nicht die Parteien. Falsch gewählt ihr Deppen und nun müssen wir es richten. Ja, ihr Mandatsträger habt es nicht leicht. Habeck soll nun Vizekanzler machen, offensichtlich hat die Highheel Tante noch ein paar Leichen mehr im Keller als nur eine fahrlässig überarbeitete Biografie. Last but not least, der Kryptokommunist Robert Farle aus Gladbeck ( jetzt Neuossi im Mansfeldischen) sitzt nun für die AFD im Bundestag. Schlimmer geht es wohl nicht.   

Das Weinjahr….
Überall wo ich hinhöre, ein so genanntes „Arschjahr“. Die Winzer am Limit, das Klima diktiert die Mengen und die Qualitäten. Vom Kaiserstuhl bis zum Steinmeister viele Enttäuschungen. Kaum einer hatte damit gerechnet, dass im April wie in Baden der Frost Einzug hält. Das Gleiche in Südfrankreich und in Kaatschen. Tote Weingärten wohin man blickt. Doch auch hier sind die Macher gefragt, man kann eben nach fünf guten Jahren nicht davon ausgehen, dass alles bleibt wie es ist. Den Klimawandel gibt es, aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere heißt darüber nachzudenken, wie man das Tempo aus dem Wein wieder herausnimmt. Ein Beispiel gefällig ?:  "Wie sie verkaufen noch Jahrgang 2017? Dieses alte Zeug" 
Jahrelang immer nur aktuell sein hinterlässt Spuren, nehmt Euch wieder Zeit, genießt die  Reife eines älteren Jahrganges, hört auf zu versuchen euren Schatten abzuhängen. Schmeißt euer Smartfon weg. Davon wird der Wein zwar nicht besser, aber ihr habt sofort mehr Zeit für gute Weine aus dem Steinmeister, dem Schweigenberg, aus Kaatschen und meinetwegen auch aus dem Bordeaux oder auch von der Mosel.

Die Weinlese….
Wein - Deutschland liest und stellt fest, es war schon schlimmer, aber eben auch schon viel besser. Zum Glück haben wir an Saale-Unstrut und überhaupt in Deutschland eine gebildete Winzerschaft. Die gute Nachricht, es wird sehr gut trinkbaren Wein geben. Die nicht so gute, die Mengen sind zumindest bei den Winzern, die auf Qualität und nicht auf Quantität setzen, eher gering. Man muss abwarten was die Jungs und Mädels im Keller hinbekommen.  Ich habe da Vertrauen. Das es nicht einfach ist, haben alle jetzt begriffen, zaubern kann keiner und wenn, wären sie im Zirkus. Aber zu verstehen was da gerade passiert, werden nur wenige vollständig bewältigen. Ich kenne ein paar von denen, die eine Philosophie verfolgen und die heißt nicht: "Nur ein verkaufter Wein ist ein guter Wein." Deren Idee fußt auf Demut vor der Natur und der Kundschaft. Das diese Winzer davon leben Wein zu verkaufen, schlägt sich in deren Preisen nieder. So zu tun als wäre Wein machen das Gleiche wie Rüben ernten, bleibt denen vorbehalten, die genau das was die Winzer auszeichnet, mit denen ich arbeite, vermissen lassen. Freuen wir uns also auf ein Frühjahr 2022, in dem wir die ersten Resultate des neuen Jahrgangs probieren dürfen. Gehen wir behutsam damit um, wird niemand merken, dass es weniger Wein gibt. Qualitativ müssen wir uns nicht einschränken. Eventuell nicht viele Spitzenweine, weil dies ja an dem Zuckerghalt fest gemacht wird, aber die Besseren  und Wissenden unter den Guten, werden schon was in die Flaschen bringen. De VDP hat es in dieser Kategorie leichter als die Breitengradwinzer, beim VDP reicht Spätlese, die Breitengradler legen sich mit der Ausless fest. Das wird wohl schwierig werden. So gesehen ist die späte Auslieferung des aktuellen Jahrgangs eine richtige Entscheidung und noch sind nicht alle 2020er auf dem Markt.

Rainer Albert Huppenbauer
 
Tags: Breitengrad 51, Bundestagswahl
Rainer Albert Huppenbauer, 15.07.2016 um 14:16 Uhr
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Das große Finale - Breitengrad 51- die Gekürten stehen fest.

Es hatte nichts vom Gelage im großen Filmklassiker "Das große Fressen"  mit Marcello Mastroianni, Phillippe Noiret und Michel Piccoli. Dennoch wird es Geschichte schreiben. Erstmals traute man sich die Rieslinge zu. Vor gut drei Jahren habe ich die Frage gestellt: Liebt Riesling Saale-Unstrut?  Dass nun in der Breitengrad 51 Verkostung 2016 erstmals Rieslinge im Mittelpunkt standen sollte als Indiz gelten, dass es so ist. In aller gebotener Kürze werde ich nun aber nichts mehr verraten. Mit einer Ausnahme, dass alle Gäste und Freunde des Vereins Breitengrad 51 bei der Vorstellung der prämierten Weine am 13.08.2016, auf ihre Kosten kommen werden. Die finale Verkostung am 14.07.2016 fand diesmal im Weingut Frölich-Hake statt. Die anwesenden Winzer und Gäste hatten ein hartes Programm zu absolvieren, waren doch 22 Weine zu bewerten. Neben den von den Winzern eingestellten Weinen zur Prämierung wurden wieder deutsche Spitzenweine eingeschleust, die selbst einen hohen Anspruch haben. Die Jury bestehend aus den Winzern des Vereins und einer „kritischen Masse“ bestehend aus Weinexperten wie Klaus Böhme vom gleichnamigen Saale-Unstrut-Weingut, Theresa Stenzel von der Sommelier Union, Christian Wilhelm - Sommelier im Leipziger Restaurant Falco, Matthias Dathan – Sommelier und Gault Millau Tester, Alexander Lehwald – Weinbeisserei in Markkleeberg, Sabine Thomalla – Weinhandel Cuvée in Halle und meine Person.
Es war nun schon die dritte Prämierung an der ich teilnehmen durfte und es war fast wie immer. Bis zu letzt wurde vorbereitet und das blieb auch diesmal nicht ohne Folgen. Der eine oder andere Wein wollte nicht zur Ruhe kommen und hatte es schwer. Zum Glück entschied sich die Runde auf eine Diskussion der einzelnen Weine bevor das Ergebnis bekanntgegeben wurde. Dabei konnten Missverständnisse ausgeräumt werden. Niemand kann den Winzern das abnehmen. Sie bestimmen den Füllzeitpunkt und der war bei dem einen oder anderen Wein einfach zu spät. Die Irritationen, waren auch für geübte Verkoster nicht vollends zu bewältigen. Aber und das zeichnete die Runde aus, sie war  in der Lage und professionell genug, Klarheit zu schaffen. Schön wäre es, wenn man zukünftig dem wirklich großen Anlass mehr Vorbereitungszeit widmen würde.
Die Ergebnisse sind für alle Betriebe vorzeigbar, auch wenn nicht alle Träume aufgingen. Bei den Weißweinen, diesmal, und ich sage endlich, ein großer Rieslingabend. Überzeugen konnte aber auch der eine oder andere  Burgunder und Traminer. Bei den Rotweinen wurde deutlich, dass zwei Winzer und ihre Stile, vor allem beim Zweigelt, große Dominanz aufweisen. Dies sind: konservativ, zeitlos, frankophil (Gussek) und norditalienisch, verspielt, Trend setzend (Hey).  Die leisen, obwohl mir gefallenden Zwischentöne, hatten es schwer. Da half auch mein Wohlwollen nichts. Freuen wir uns auf die Weine, die dann ab August in den Handel kommen und auch auf die Gewächse, denen die ganz große „Ehre“ nicht zuteil wurde.
 
Rainer Albert Huppenbauer, Juli 2016

Impressionen

Matthias Hey, Marika Böhme, Christoph Lindner (LWG), Jochen Hinderer (WG Born), Andre Gussek, Volker Frölich


Klaus Böhme, Andre Gussek, Josephine Markwitz (LWG)


Christian Wilhelm und Theresa Stenzel 


Kim Le Than bei der Auswertung


Christian Wilhelm, Theresa Stenzel und Matthias Dathan


Spannung

 




 
Tags: Breitengrad 51, Finale Verkostung
Rainer Albert Huppenbauer, 16.08.2015 um 13:35 Uhr
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Breitengrad 51 - der 2014 Jahrgang ein voller Erfolg!

Am Samstag dem 15.08.2015 stellte der Winzerverein Breitengrad 51 seinen aktuellen Jahrgang vor. Der Ort gut gewählt, wenn auch durch die tagelange Hitze etwas zu warm. Aber hinter her ist man immer schlauer. Die ausgestellten  Bilder der Düsseldorfer Malerschule im einzigartigen Ambiente des Naumburger Schwurgerichtes zu erleben, die Einmaligkeit es dort machen zu können, rechtfertigen die Entscheidung in Potenz. Die Ausstellung schließt am 30.08.2015 und damit auch die vom Naumburger Kunstverein geöffnte Immobilie des Schwurgerites. Wollen wir hoffen, dass dieses Haus nicht zu einem "lost place" wird, sondern solchen Aktivitäten gesonnen bleibt.

Nun zum Wein, für mich eine eindeutige Demonstration dessen, was sich der Verein BG 51 auf die Fahnen geschrieben hat. Wenn ich auch die GG der VdP Weingüter erst in einigen Tagen probieren werde, so wage ich doch den Vergleich schon heute. Es wird Augenhöhe sein und das nicht nur bei den Weißweinen.
Da ich die Weine in regelmäßigen Abständen bis zur gestrigen Präsentation mehrfach probieren durfte, stelle ich sachlich fest: Die vollzogenen Veränderungen  die die Wein in den letzten Wochen machten, sind allesamt positiv. Die Weine sind stabil und erweisen sich als wirkliche Spitzenweine. Die Unterschiedliche Handhabung von Barrique war deutlich zu spüren. Alle drei Burgunderreben lieben das Holz, wobei die einzige Ausnahme der Grauburgunder BG 51 von Sandra und Volker Frölich spürbar darauf verzichtete und dennoch sich bravourös  behauptete. Gussek´s Grauburgunder vom Kaatschener Dachsberg etwas voluminöser als im Vorjahr, aber da muss man abwarten. Ein Wein für meine Rente in 5 Jahren? Man wird sehen. Die Weißburgunder, da ein ähnliches Bild, diesmal zwei mit Barrique einer komplett in neuer Eiche (Landesweingut) der andere von Born, mit Teilen und auch "nur" in dritter Belegung. Borns Weißburgunder war dann auch mein Wein des Abends bei den Weißen.
Frank und Marika Böhmes Weißburgunder mit wenig Holz, zeigt deulich die Kraft und zugleich die Leichtigkeit des Freyburger Schweigenberges, eine wunderbare nicht so gebügelte Stilistik, die mich sehr begeistert hat. Auch dieser Wein ein würdiger BG 51. Eine Sonderstellung auch in diesem Jahr, die Cuvée von Matthias Hey, der ein schönes Leben vor sich hat und bereits jetzt aufblitzen lässt, was da in der Flasche lauert. Ein Wein der trotz seines üppigen Charakters alles hat, was man sich von derlei verzaubernden Gewächsen wünscht. Bei den Roten, sind es die Rebsorten Zweigelt und Spätburgunder die die Klassifizierung schafften. Es wurden 2013er, ein 2012 und ein 2011 Rotwein gekührt und vorgestellt. 
Die Spätburgunder von Hey 2011, Gussek 2013 und Frölich Hake 2013 liefen dann auch zur Höchstform auf. Natürlich die Weine völlig unterschiedlich Frölich Hake - nicht ohne Ecken und Kanten, dennoch ein würdiger BG 51,  Hey noch sehr schwer zugänglich, die Zeit wird zeigen, was daraus wird. Ich bin bei beiden optimistisch. André Gussek´s Spätburgunder, am geradlinigsten und wohl dass was im 2013er Jahr an das Optimum der regionalen Machbarkeit grenzt. Nicht vergessen sollte man, in dieser schon am Abend lebhaft geführten Diskussion, der Spätburgunder von Matthias Hey aus dem großen Jahr 2011 ist ein absoluter Ausnahmewein, der enorm Zeit benötigt. Manch großer Spätburgunder öffnet sich nie komplett!
Beim Zweigelt  waren 2 BG 51 vertreten, beide vom Landesweingut. Schöne Ergänzung Gusseks Zweigelt Barrique vom Steinmeister. Interessant der 2012 Zweigelt BG 51 vom Landesweingut der unfiltriert gefüllt wurde. Ein dem Rotweintrend folgender Wein, den ich in Blindverkostung wohl eher in das Friaul gesteckt hätte. Drei Weine möchte ich noch erwähnen die von den Winzern vorgestellt wurden und mein Herz (Kehle)  im Sturm eroberten. Alle wissen mit Dornfelder kann man mich jagen, aber es gibt die berühmte Ausnahme: Böhme&Töchter mit ihrem im Barrique gereiften Wein vom Freyburger Mühlberg.
Zweitens: Kim´s Riesling (Gussek) vom Naumburger Steinmeister, straight, feingliedrig, mineralisch und pouristisch trifft es wohl am besten.
Drittens: Die Riesling Auslese 2014 von Matthias Hey, ein Gesamtkunstwerk aus dem Naumburger Steinmeister, das man kaufen und weglegen sollte. Tja das war es dann fast, bemerkenswert das Gastweingut aus der deutschen Rotweinhochburg Klingenberg, eine echte Bereicherung. Das Essen grundsolide, schmackhaft und passend.  Die Musik war schon besser. 
Bleibt,  dass ich mich für den schönen und gelungenen Abend herzlich beim Verein Breitengrad 51 bedanken möchte. Und man sollte mal wieder in die Bibel schauen. 
Tags: Breitengrad 51
Rainer Albert Huppenbauer, 07.07.2015 um 11:09 Uhr
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Breitengrad 51 -Die Weine sind gekürt!

Am gestrigen Montag dem 06.07.2015 fand im Weingut Hey die finale Weinprobe des Vereins Breitengrad 51 statt. Die Winzer und geladene Gastjuroren beendeten mit einer finalen Wertung das lange Auswahlprozedere. Die Arbeit hat sich gelohnt, das Qualitätslevel ist nochmals gewachsen, vorallem bei den Rotweinen wurde eine deutliche Steigeung sichtbar. Die erreichten Qualitäten, sowohl bei Weissweinen und Rotweinen haben damit eine neue Dimension erreicht. Es sind leider keine Rieslinge dabei, da durch das schwierige Jahr zu geringe Mostgewichte beim Riesling eine Vorlage verhinderten. Da die Rieslinge nun ausgerechnet in diesem Jahrgang so gut wie lange nicht sind, sollte man da nicht eventuell doch den Einfluß der Sonne etwas herunterstufen?
Am 15.08.2015 findet die Präsentation der Weine in Naumburg statt. Freuen Sie sich auf ein Feuerwerk erstklassiger Weine der besten Winzer von Saale-Unstrut. Welche Weine Sie erwarten - diese Ehre das zu verkünden überlassen ich denen,  die die Weine gemacht haben. Dies stärkt die Neugier und die Lust auf Wein vom 51. Breitengrad. 


ELISABETH BORN, VOLKER FRÖLICH; ANDRE GUSSEK, LORI, MARIKA BÖHME, MATTHIAS HEY  


  
JUROR KLAUS KANZLER UND WINZER VOLKER FRÖLICH
Tags: Breitengrad 51, Weingut Hey, Winzerhof Gussek,
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