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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 17.10.2015 um 16:39 Uhr | 0 Kommentare

Weinlese im Freyburger Schweigenberg bei Böhme&Töchter

In einer der schönsten Terrassenlage des gesamten Weingebietes wurde heute vom Weingut Böhme & Töchter der Weißburgunder Lagenwein gelesen. Das Weingut nutzte den ersten regenfreien Tag seit einer Woche, um die Trauben aus der Parzelle im Freyburger Schweigenberg zu lesen. Winzerin Marika Böhme und Vater Frank zeigten sich optimistisch ob Qualität und Quantität. Leider hat der Frost zu Beginn der Woche den Traumjahrgang in einigen Lagen erstmal gestoppt, dennoch wird es wohl ein großes Jahr. Die Trauben nun noch weiter hängen zu lassen, da durch den Frost die Blätter abfallen und keine Assimilation und damit keine weitere Zuckereinlagerung mehr stattfindet, so Marika Böhme, mache es keinen Sinn, zumindest hier nicht (Schweigenberg/Edelacker), die Trauben weiter im Berg zu lassen.
Wie schon bei meinem ersten Besuch am 27.09.2015, ein starkes Lesetream, mit mir bekannten und auch für mich neuen Gesichtern. Alles wirkte gut organisiert, die Buttenträger leisteten Schwerstarbeit und Opa Böhme (80), karrte mit der Raupe die frisch gelesenen Trauben nach unten, wo Frank Böhme den Transport mit dem nigel nagel neuen Traktor ins nahegelegene Weingut nach Gleina übernahm.  
Wie schon bei meinem ersten Besuch war auch die Lese im Schweigenberg stimmungsfroh, gute Laune bei allen und Schwiegersohn Carlo Grabowski brillierte beim Lesen diesmal mit einem Lied von Simon & Garfunkel - kennen sie sicher: Lalelei, lalelalalalelalalelei. Der restliche Text wurde gesummt. Ein paar Tage wird nun im Weingut Böhme & Töchter noch gelesen werden, dann sollte die sich lang hinziehende Lese mit Riesling und Spätburgunder ihr gutes Ende finden. 

Impressionen  aus dem Schweigenberg

Das Tor zum Weißburgunder

Chef und sprechender Lehrling bei der Arbeit 

Vorsicht Glatt

oh... Bacchus lass es zu Wein werden

es geht mühsam, doch es geht mit Erfahrung

lalelei ....

Vesper

Abrücken zur Vesper


Herbstlich ...sinnlich... Schluß
Tags: Böhme und Töchter, Freyburger Schweigenberg
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 20.09.2015 um 14:54 Uhr | 0 Kommentare

Schöne Aussicht, Roter Elefant und Kürbis

Wer da glaubt, dass es an Saale und Unstrut nur Wein gibt, der irrt gewaltig. Natürlich verbindet man mit dem Namen genau das, aber die Möglichkeiten etwas zu erleben sind vielfalltig. Am letzten Sonntag 13.09.2015 besuchte ich die Einweihung des "Roten Elefanten" am Geiseltalsee. Der hallenser Maler Moritz Götze weihte mit zahlreichen Gästen  seinen monumentalen Elefanten ein. Der Ort befindet sich am Geiseltalsee, einem ehemaligen Grubengelände, das während seines Betriebes auch so manches Fossil ans Tageslicht brachte. Das bekannteste, eben ein Elefant. Bereits als Kind beeindruckte mich das im Museum für Vorgeschichte in Halle/Saale ausgestellte Skelet des Riesen. In der Pfännerhall Braunsbedra, der so benannten Zentralwerkstatt, findet man seit kurzem, neben beeindruckenden Zeugnissen des Bergbaus, eine ständige Ausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte. In einem Cafe, im selben Gebäude kann man angenehm verweilen, und eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Der nun von Moritz Götze erschaffene Elefant aus Stahl, ist, da von Moritz Götze, natürlich nicht einfach so grau, graue Elefanten gibt es auch genug. Götzes Elefant ist rot, gewaltig und schön. Ich wünsche mir, das es dieser Elefant schafft, den ein oder anderen Besucher in ein wirklich interessanten Bereich deutscher Industrie und weltweit anerkanter archäologischer Funde zu locken. Und natürlich dem Cafe den ein oder andern Euro. Der Ort eignet sich im übrigen sehr gut für  Veranstaltungen.   
 


       

     

Ein gänzlich anderes aber auch regionales Vergnügen sind Weinbergwanderungen. Einer der schönsten Berge in und um Freyburg ist der Schweigenberg. Man kann direkt hinter der Rotkäppchen Sektkellerei den Berg erklimmen und hat, wenn das Wetter stimmt, einen genialen Ausblick auf Freyburg und Umland.


Blick auf Freyburg vom Schweigenberg
Auf dem Weg nach Hause noch ein kurzer Zwischestop für das Abendbrot, ein Kürbis soll es sein. Die beste und umfänglichste Auswahl findet man am Ortseingang von Freyburg, direkt an der Bundesstraße. Hier residiert Gunter Bischoff auf seiner Kürbisfarm. Wer hier keinen Kürbis findet, will gar keinen kaufen. Von handelsüblich bis Exot Piena di Napoli, den man vorzüglich auch roh als Salat, fein gerieben oder am Stück verspeisen kann. Natürlich Butternut, Spaghetti, Hokkaido und Muscade de Provence. Ein Muss für alle die Kürbis mögen. 

Ein Haufen Kürbisse


Der Herr der Kürbisse: Gunter Bischoff
Wieder zwei schöne Sonntage. Und heute abend die Kürbissuppe. Dazu ein Grauburgunder von Gussek oder Pawis oder beide. 

Rainer Albert Huppenbauer 
20.09.2015






 






      
Tags: Moritz Götze, Saale-Unstrut, Roter Elefant, Pfännerhall, Geiseltalsee, Freyburger Schweigenberg
Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 11.07.2015 um 14:46 Uhr | 0 Kommentare

Der Freyburger Schweigenberg im Wandel

Der Freyburger Schweigenberg ist die markanteste Rebfläche der Region. Da lege ich mich jetzt mal fest. Dieser Berg prägt das Bild der Weinregion am deutlichsten. Die hier wachsende Weine werden je nach Winzer als  Edelacker oder eben Freyburger Schweigenberg bezeichnet. Der Weinberg leiht ausserdem einer der unsinnigsten Großlagenbezeichnungen Deutschlands den Namen. Sei es drum, die hier wachsenden Weine gehören zum Besten was Saale-Unstrut zu bieten hat. Der Schweigenberg ist seit hunderten von Jahren Wandlungen unterzogen. Die Architektur  der vielen kleinen Weinbergshäuschen zeugt davon. Man findet Bauelemente verschiedener Jahrhunderte, verschiedene Baustile aus verschiedensten Epochen. Vom DDR Einfamilienhaus bis zurück in das 12. Jahrhundert ist alles vertreten. Offensichtlich brachten auch einige Italienreisende vom 18. bis 20. Jahrhunder Eindrücke mit, die heute als steinere Zeugen den Berg das Gesicht geben.
Aber auch in den letzten Jahren ist durch Privatinitiative der Parzellenbesitzer viel passiert. Mauern wurden instandgesetzt, die Häuschen wurden saniert und es wurden neu Reben gepflantzt. Die auf dem Foto zu sehende Parzelle wurde duch einen Leipziger Unternehmer gekauft, der Verein "Wein rockt" bewrtschaftet gemeinsam mit dem Weingut Bernard Pawis die Terrassenlage. Das erste Produkt ist der Riesling R 736. Die Zahl 736 steht für die Anzahl der Treppenstufen die man bewältigen muss, um an die Rieslingparzelle zu gelangen. Die neu aufgerebten Teilstücke um unteren Bereich wurden von Bernard Pawis unter anderem mit Pinotin bepflantzt. Eine robuste, Kälte und Fäulnis unempfindliche Rebe.
Aber auch an anderen Stelle regt sich viel. Eine der gepflegtesten Parzellen des Berges wird vom Weingut Böhme &Töchter bewirtschaftet, der Eigentümer der Parzelle Klaus Scheiding ist immer am Ball, so wurden in den letzten Jahren alle Mauern instandgesetzt. 
     



Tags: Wein rockt.eV, Freyburger Schweigenberg, Klaus Scheiding
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