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Autor: Rainer Albert Huppenbauer | 15.07.2018 um 14:38 Uhr | 0 Kommentare

Gussek Riesling Steinmeister 2016 erhält 90 Punkte in „Best of Riesling“ vom Meinigerverlag

Nun kann man über Punktesysteme denken wie man will, aber bislang war mir kein trockener Wein von Saale-Unstrut bekannt, der im System Parker 90 Punkte erreichte. Von Rieslingen wollen wir da noch gar nicht sprechen. Dass es nun Andrè Gussek mit einem Riesling geschafft hat, überrascht mich eigentlich nicht. Der 2016er Riesling Steinmeister ist der zweite Jahrgang aus dieser dem Riesling geneigten Lage, dem Gussek ein langes Hefelager erlaubte. Das Ergebnis ist schmeckbar und offensichtlich haben das auch die Tester im Meinigerverlag erkannt. Der Siegerriesling in der Kategorie trocken erhielt 95 Punkte. Mit seinen 90 Punkten ist der Gussek Riesling in einer Liga mit Phillip Kuhn, dem Weingut Rings aus ersten Lagen des VDP und sogar einigen Großen Gewächsen aus dem 2016er Jahrgang. Nun könnte man sagen, ja schön und gut, aber was sagt das aus?
Ich glaube, dass die Idee, dass an Saale-Unstrut große Rieslinge wachsen können, ein kleines Stück voran gebracht wurde. Ich hoffe sehr, dass diese Bewertung neuen Schub in die Bewegung Breitengrad 51 bringt und die Diskussion, um eine sogenannte „Leitrebe“, neu befeuert. Ich halte gerade in Anbetracht der derzeitigen Witterungsverläufe, den Riesling dafür für geeignet. Betrachtet man die Wichtung des Rieslings in einigen Spitzenbetrieben Hey, Gussek, Pawis, Lützkendorf und jetzt auch Proppe, dann lässt das auf viel Gutes hoffen. Dem ersten mir bekannten 90 Punkte Riesling von Saale-Unstrut  und seinem Macher Andrè Gussek einen herzlichen Glückwunsch.

 Tags: Gussek, Riesling Steinmeister
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