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Saale Unstrut 2018: Das Jahr im Überblick


Es war wohl eines der ereignisreichsten Jahre dieser kleinen Weinregion zwischen Thüringen und Berlin. Viele Dinge passierten, ein großer Weinjahrgang kam auf den Markt, leider auch mit zum Teil unsäglicher Qualität, weil Ihre Macher auf genau diese keinen Wert legen. Wie Sie wissen arbeite ich nur mit denen, die es mit der Qualität halten.
Das wird auch so bleiben. Der nun folgende Jahrgang 2018 liegt in den Tanks, oder ist bereits im Handel erhältlich. Der heiße Sommer 2018 machte es möglich. Wie das Rennen ausgeht werden wir dann 2019 sehen. Ich denke, alles bleibt wie es war. Die einen pressen Trauben, die anderen machen Wein.

Die Weinpolitik an Saale-Unstrut rückte durch zwei Geschehnisse in den Fokus der deutschen Presse. Da sind die Bestrebungen um den Weinbaupräsidenten Boy und dessen gescheiterter Versuch, dass Landesweingut Kloster Pforta abzuwickeln, sowie seine Absetzung als Geschäftsführer der Gleinaer AG (größter Traubenlieferant der Freyburger Winzervereinigung). 

In unmittelbarer Nähe Boy`s fiel der Investitionsdrang von zwei Personen auf, die eigentlich keine Geschäfte miteinander machen sollten. Sie tun es dennoch und wollen nun, gewissermaßen als Clou, die Satzung der ihnen anvertrauten Winzervereinigung ändern, um ihre in Sachsen auf 35 Hektar tätigen GMBH & Co KG, als Mitglied der Freyburger Winzervereinigung eintragen zu können. Dies wäre bei Zustimmung der Genossenschafter ein Fall, den es so in Deutschland noch nicht gab.
Es ist ein Unding, dass die Spitzenfunktionäre der Winzervereinigung Freyburg ihre privaten wirtschaftlichen Interessen der Freyburger Winzervereinigung überhelfen wollen. Ich habe den Beteuerungen der  Zieger und Co. nie geglaubt, was sich nun anbahnt ist eine Sauerei.Ich habe es schon einmal formuliert, man stelle sich einen Autokonzern vor, wo der Aufsichtsrat und der Vorstand im Ausland eine Automarke als Konkurrenz zu der ihnen anvertrauten Firma gründen. Als Gipfel dann, ihr privates Geschäft ihrem Arbeitgeber verkaufen und der darf es dann auch noch vertreiben. Das ist krank und in keiner Branche möglich.  Nur in der "Minibananenrepublik Winzervereinigung Freyburg" könnte es durchfürbar werden.     

Weitere Nachrichten, aus einer ganz anderen Ecke, machen auch nervös.
Das Landesweingut Kloster Pforta will bauen, und bis vor drei Wochen war auch alles in Butter. Nun der Schock, der Baugrund lässt eine geplante Bebauung im ehemaligen Kloster (heutige Landesschule) nicht zu. Es wäre zu teuer. Reißleine gezogen.
Wie immer in solchen Fällen, niemand hat etwas geahnt. Wurde ein Fehler gemacht? „Ein klares Nein“ war die Antwort. Das klingt nach Wowereit Schönefeld. Eine solche, von den Verantwortlichen getätigte Aussage ist aus meiner Sicht der Hohn. Man wusste auch vor der Ausschreibung, dass es in die Erde gehen muss, schon aus denkmalrechtlicher Sicht. Warum es nicht geprüft wurde, wird deren Geheimnis bleiben. Der von meinem journalistischen Freund hofierte „Baumeister“ ist eben Landwirt und kein Bauingenieur. Eventuell sollte man mal darüber nachdenken. Er wird ja schließlich dafür bezahlt.

Das Jahr der Jahrestage
Der Winzerhof Gussek beging sein 25 jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass dann auch ein zweiseitiges Interview mit dem Gründer in der ZEIT. Es gereicht Gussek zur Ehre, dass er immer vom WIR sprach und meinte damit die Region Saale-Unstrut und deren Winzer. Eigentlich müsste der umstrittene Weinbaupräsident Boy, Gussek einmal den Schweigenberg hochtragen.
Mit seinen Antworten im Zeitinterview hat er besser für die Region geworben als besagter Präsident in den letzten 25 Jahren.
Ein weiteres Jubiläum, etwas jünger, feierte das Weingut Hey. Man glaubt es kaum, schon? odrer erst? zehn Jahre gibt es das Weingut nun. Denkt man an das bisher Erreichte, kann man nur den Hut ziehen. Von Null zum beachteten deutschen Spitzenweingut und immer noch auf der Suche, es noch besser zu machen. Danke Euch lieber Matthias und André.   

Das Weinjahr
Es kommt da etwas auf uns zu, besser gesagt es ist schon ein bisschen da. Die ersten Weine sind gefüllt und so mein Eindruck, auf einem guten Weg.
Es war kein einfaches Jahr und die Reben haben sich mit ihrem Überlebensdrang Respekt bei den Winzern verschafft. Glaubten im Juli noch die meisten an eine kleine Lese, wurden sie bereits im August überrascht. Natürlich weniger als im Jahr 2017, dennoch mehr als im zehnjährigen Mittel. Aber geht es darum überhaupt. Wie immer redet kaum jemand über die Qualität, dass lassen sie für mich liegen. Ich denke, dass ich mit meinen getroffenen Prognosen da nicht schlecht liege. Das Lesegut ist die eine Seite, was man daraus macht die andere. Für die, die auf die Qualität setzen, wird es wie eine Wundertüte. Ich habe Weine probiert, die gerade nach der Gärung schon so rund waren, dass man sie eigentlich füllen konnte. Sie sollen aber noch mindestens ein Jahr im Holz bleiben und da kann alles passieren. Viel Sorgfalt wird gefragt sein, um große Weine zu machen. Und eventuell mal am Kaiserstuhl anfragen, denn die haben fast  immer wärmere Temperaturen wie man weiß. Es wird, dass habe ich schon zu oft gesagt, zum Schluss so sein wie immer. (siehe oben)

Allen eine schöne Weihnacht und ein gesundes neues Jahr.
Rainer Albert Huppenbauer

 

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